13.12.2017, 17:00 Uhr

Bezirk St. Veit: Förderung für zwei kulturelle Güter

Friedrich Wenzel vor seiner Mühle in Ingolsthal. Seit Jahrzehnten kümmert er sich um den Erhalt der über 200 Jahre alten Mühle

Die Gurnig-Mühle in Ingolsthal sowie Marterl in St. Salvator wurden mit Hilfe des Brauchtumsreferates saniert.

INGOLSTHAL, ST. SALVATOR. In St. Salvator wurde der Floriani Bildstock, der im Mai heuer am Florianiplatz errichtet und mit einem Fest eingeweiht wurde, nun auf Antrag des Friesacher Bürgermeisters Josef Kronlechner auch gefördert.

Marterl wurde versetzt

Das Marterl wurde aufgrund einer Straßenverlegung an den neuen Standort versetzt. Es ist ein Treffpunkt und liegt am Spazierweg vieler Gemeindebürger. Die Prozessionen führen nun auch wieder am Marterl vorbei. Die Firmen Gerhard Maurer, Thomas Eicher, Egon Eisner und Reinbold Friedrich sowie Franz Neubauer, der die Malerarbeiten erledigte, waren für die Errichtung zuständig. „Selbstverständlich gehört auch die Versetzung des gesamten Bildstocks unterstützt. Es geht auch um die Feuerwehrleute, die sich damit Schutz bei ihren Einsatz erbitten“, so Landesrat Christian Benger.
In Ingolsthal liegt der Hof von Familie Wenzel vlg. Gurnig. Schmuckstück ist die über 200 Jahre alte Mühle.


Einzige Mühle im Tal

"Entlang dem Roßbach gab es sieben Mühlen. Unsere ist als einzige übriggeblieben", sagt Wenzel. Seit Jahrzehnten kümmert sich Friedlich Wenzel um den Erhalt der Mühle. Tausende Euro und noch mehr Arbeitsstunden stecken bereits in diesem Wahrzeichen. 1980 erfolgte die letzte große Sanierung. Jetzt war das Dach neu zu decken, der Boden zu sanieren, und das Wasserrad wieder in Schwung zu bekommen. Friedrich Wenzel hat um die sogenannte Marterl-Förderung für die Sanierung der Gurnig Mühle angesucht.
In Summe flossen 5.600 Euro nach St. Salvator und Ingolsthal, um die Sanierung zu unterstützen.

Die Förderung

Auf Christians Bengers Initiative hin wurde heuer erstmals die sogenannte „Marterlförderung“ ins Leben gerufen. 50.000 Euro sind im Topf gelegen und nun für die Sanierung von über 30 Marterln verwendet worden. Diese wurden mit einer Gesamtsumme von über 200.000 Euro renoviert. Vor allem Firmen aus dem jeweiligen Umkreis wurden beschäftigt und örtliche Künstler mit der Gestaltung beauftragt. Aus der Marterlförderung unterstützt wird die Sanierung von Wegkreuzen, Marterln aber auch Mühlen. Diese dürfen nicht unter Denkmalschutz stehen. Die Förderung für eine Sanierung beträgt 25 %, maximal jedoch 3.500 Euro.
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