18.10.2017, 08:27 Uhr

Liebenfels: "Power Business Liebenfels" bringt 200 Jobs!

"Power Business Liebenfels": In Liebenfels werden künftig Produkte im Bereich der Photovoltaik produziert (Foto: Pixabay)

In Liebenfels bringt das Projekt "Power Business Liebenfels" bis zu 200 Jobs. Pelletswerk wird gebaut.

LIEBENFELS. Im Juni letzten Jahres wurde bekannt, dass die Hasslacher Drauland in Liebenfels den Standort schließt. 55 Menschen verloren ihre Arbeit. Nun gibt es Grund zur Freude: Denn in der letzten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig der Industriestandort "Power Business Liebenfels" beschlossen. Im Endausbau sind 200 Arbeitsplätze geplant.


"Haben großes Glück"

"Wir haben großes Glück, dass sich wegen des Fernheizwerkes eine neue Firma bei uns niederlassen will", freut sich Bürgermeister Klaus Köchl.
Am ehemaligen Gewerbestandort der Firma Hasslacher hat das Unternehmen AE100 GmbH, Andreas Kogler, ein Areal von 6,5 Hektar angekauft. Dort entsteht nun der Industriestandort "Power Business Liebenfels".

Ab 2018 in Liebenfels

Als erstes sollen Firmen, die von der AE100 GmbH bereits betrieben werden, in den Jahren 2018 und 2019 nach Liebenfels umsiedeln. Das Unternehmen ist an Firmen beteiligt, die Produkte im Bereich der Photovoltaik erzeugen. Stromtankstellen für E-Bikes und Photovoltaikanlagen werden künftig in Liebenfels produziert. Ab Frühjahr sei laut Köchl mit der Einstellung der ersten 65 Personen zu rechnen, 200 sollen es schließlich werden.
AE100 GmbH wird vorerst 3,3 Hektar gebrauchen. "Die restlichen drei Hektar blieben noch zur Verfügung, damit sich ähnlich gelagerte Betriebe ansiedeln können", glaubt Köchl an einen Sog-Effekt.


Neue Straße für Werkverkehr

Um den Schwerverkehr zum neuen Betriebsstandort zu entlasten, ist eine Werksverkehrsstraße von der Einbindung der Tentschacher Landesstraße beim ÖBB-Bahnübergang entlang der Bahn bis hin zur Einbindung in die Ossiacher Bundesstraße und zum Industriegelände geplant.
"Erste Verhandlungen mit Vertretern der ÖBB haben bereits stattgefunden", verrät Köchl.
Um das Fernheizwerk mit Hackschnitzel zu speisen, wird auf zwei Hektar des ehemaligen Hasslauer-Geländes ein Pelletswerk errichtet. Zehn bis Zwölf Arbeitsplätze werden geschaffen.
"Mit dem Fernheizwerk hat der gesamte Ort die Möglichkeit, sich an die Fernwärme anzuschließen", sagt Köchl, dass es dahingehend mit den Betreibern eine vertragliche Vereinbarung gebe. "Auch die noch nicht aufgeschlossenen Baugründe in Zweikirchen erhalten einen Fernwärme-Anschluss".

Neue Marktordnung
Im Juni fand auf Initiative der "Alternative für Liebenfels" der erste Bauernmarkt am Hauptplatz in Liebenfels statt. "Da der Markt erfolgreich ist und weitergeführt wird, war die Erlassung einer Marktordnung notwendig", sagt Bürgermeister Klaus Köchl. Der Liebenfelser Bauernmarkt findet nun jeden zweiten Freitag im Monat von 15 bis 19 Uhr statt.

Erhöhung der Friedhofsgebühren
Die letzte Erhöhung der Friedhofsgebühren gab es im Jahr 1992. Nun wurde für die Gemeindefriedhöfe eine Erhöhung beschlossen: Für ein Einzelgrab sind jährlich nun 12 Euro zu bezahlen (vor der Indexanpassung 7,3 €), für ein Doppelgrab 24 Euro (davor 14,5 €), für ein Familiengrab 36 Euro (davor 21,8 €). Heuer wurden 12.000 Euro in die Errichtung der Urnengräber investiert. Für eine Urnennische zahlt man künftig 21 Euro. Die Preise treten mit 1. 1. 2018 in Kraft.
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