10.10.2016, 13:27 Uhr

Werner Müller: "Es war ein hartes Jahr"

Das erfolgreiche Team: Thomas Reichhold, Werner Müller, Michael Dolzer, Daniel Pusar und Ex-Mechaniker Wolfgang Rausch (Foto: WMRT)

Im letzten Austrian-Cross-Country-Bewerb lief für das Werner Müller Racing Team alles nach Plan.

KAPPEL, RIED (stp). Einen unglaublichen Saisonausklang durfte das gesamte Werner Müller Racing Team beim letzten Enduro-Bewerb in Ried im Innkreis bejubeln. Angeführt von Werner Müller mit einem EM-Titel in der Seniorenklasse, einem Vize-EM-Titel in der Profiklasse und zwei österreichischen Meistertiteln, belegte auch der Nachwuchs Top-Platzierungen.

Sowohl Thomas Reichhold (Youngster) als auch Michael Dolzer (Junioren) verließen Oberösterreich mit ÖM- und EM-Titel in ihren Klassen. Daniel Pusar rundete das Ergebnis mit zwei dritten Plätzen ab.

"Wie in einem Bilderbuch"

"Ich bin mehr als nur zufrieden. Es geht nicht besser. Alles ist so gelaufen wie in einem Bilderbuch", konnte Werner Müller seine Freude nach dem Rennen kaum in Worte fassen. Vier Rennen zu je zwei Stunden binnen zwei Tagen mit solchen Leistungen zu beenden hätte ihm im Vorfeld wohl niemand zugetraut, wie er selber anmerkt: "Jeder redet darüber. Es macht mich unglaublich stolz, das geschafft zu haben. Ich habe mich in jedem Rennen noch mehr pushen können."

"War voll unter Druck"

Die Erfolge zum Abschluss der Enduro-Saison kommen jedoch nicht von irgendwo. Ohne seinen jahrelangen Wegbegleiter und Mechaniker Wolfgang Rausch war Müller die ganze Saison auf sich alleine gestellt. Neben seinen eigenen Starts in Senioren- und Profiklasse, managte er auch die Nachwuchsathleten in seinem Racing Team.

"Ich bin das ganze Jahr voll unter Druck gestanden, da ich in beiden Klassen gestartet bin. Und wenn ich starte, dann will ich auch vorne dabei sein", so Müller und weiter: "Ich habe mir damit das Jahr selbst schwerer gemacht. Die ganzen Erfolge, die wir gefeiert haben sind umso mehr Balsam für meine Seele."

Auf sich allein gestellt

Die fehlende Unterstützung machte sich für Müller vor allem in den EM-Läfen abseits der ACC bemerkbar. "Du bist den ganzen Tag alleine im Gelände unterwegs. Wenn du niemanden an deiner Seite hast, musst du dich um Werkzeug, deine Zeiten und die Gegner selbst kümmern. Dadurch kannst du dich nicht voll auf das Rennen konzentrieren", erklärt Müller seinen Wechsel in die ACC.

Umso mehr konnte er sich dadurch hingegen um die Nachwuchs-Athleten kümmern. "Ich schreibe ihnen nicht vor, wie sie zu trainieren haben oder was sie noch machen können, sondern gebe nur hilfreiche Tipps. Was die Burschen aus ihrem Talent machen, müssen sie selbst wissen", so Müller.

Sponsoren aus der Region

Die Leistungen geben dem privaten Racing Team recht: Obwohl man nicht über die finanziellen Mittel verfügt wie jene Teams, die die Industrie im Rücken haben, machte man sich europaweit mit den herausragenden Leistungen einen Namen. "Wir haben viele Sponsoren und Unterstützer aus der Region, denen wir sehr dankbar dafür sind, was sie im Laufe der Saison für uns machen."
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