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Britpopstars begeisterten am Sonnegger See tausende Musikfans
- Cari Cari holten sich für das Jubiläum des Acoustic Lakeside Festival Verstärkung in Form eines Ensembles.
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Das Acoustic Lakeside Festival 2026 in Sittersdorf feiert sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein erzielt einen Etappensieg im Rechtsstreit mit der Finanzpolizei, während Cari Cari, Kate Nash und Peter Doherty mit den Babyshambles vergangenes Wochenende tausende Musikfans begeistern.
SITTERSDORF/ŽITAR VAS. Wenn im beschaulichen Sittersdorf/Žitara vas die Straßen zugeparkt sind, ein Einbahnsystem an der Straße entlang des Sonnegger Sees besteht und sich eine bunte Schar am Strandbadgelände einfindet und jede Menge Seifenblasen durch die Luft fliegen, kann das nur eines bedeuten: Das Acoustic Lakeside Festival findet statt.
- Sara Pleschounig und der Vorstand des Vereins sind froh, dass beim Rechtsstreit mit der Finanzpolizei ein Etappensieg erzielt werden konnte.
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Etappensieg für den Verein
Die 20. Ausgabe des seit Anfang des Jahres ausverkauften Festivals mit 2.5000 Besucherinnen und Besuchern wird jedoch von einem Rechtsstreit überschattet. Wie der ORF und die Kleine Zeitung berichten, wirft die Finanzpolizei dem Verein vor, sie hätten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht richtig angemeldet. Der Fall birgt jede Menge an Brisanz, da dieser als Präzedenzfall gelten kann. Unzählige Vereine in ganz Österreich verfolgen daher, wie der Rechtsstreit ausgeht. Am Freitag, vor dem Auftritt von Headliner Cari Cari, betrat der Vorstand des Vereins geschlossen die Bühne. "Es gibt kein schöneres Geburtstagsgeschenk: Ein mühsamer Rechtsstreit ging gut aus. Das Ehrenamt wurde uns vom Obersten Gerichtshof bestätigt", sagte Obfrau Sara Pleschounig. Vorerst gibt es in der Causa ein Happy End. Laut dem ORF betreffe die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs nur die ersten vom Gericht geprüften Fälle, weitere seien noch ausständig.
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Orchestrale Sounds am Freitag
Freitags-Headliner Cari Cari ließ sich für das Jubiläum etwas Besonderes einfallen. Das Musikduo Stephanie Widmer und dem Gitarristen und Sänger Alexander Köck erhielt Unterstützung des Acoustic Lakeside Ensembles sowie vom Acoustic Lakeside Männerchor. Köck betonte, wie wertvoll Festivals dieser Art sind. Cari Cari traten vor mehreren Jahren auf der kleinen Bühne auf, mittlerweile spielen sie auf der ganzen Welt vor mehreren Tausend Menschen.
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Ein Star zum Anfassen
Während sich am Freitag das Wetter von seiner besten Seite zeigte, regnete es zwischenzeitlich am Samstag. Das tat der guten Stimmung unter den 2.500 Besucherinnen und Besuchern keinen Abbruch. Die britische Sängerin Kate Nash, die mit Foundations einen Superhit gelandet hat, mischte sich beim Song Mouthwash unters Publikum. Mit ihrer Single Famine – das Original stammt von Sinéad O'Connor – durfte es auch politisch werden.
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Doherty liebt Kärnten
"Als einen traumhaften Ort", bezeichnete Peter Doherty von den Babyshambles die Landschaft Kärntens. Das einstige Liebkind des Boulevards zeigte sich am Festivalgelände bestens gelaunt und entspannt. "Wir lieben diese Art von keinen Festivals, die von einer Gemeinschaft organisiert werden." Am Freitag hatte er noch ein Konzert mit den Libertines in Belgien, um dann am Samstag in Sittersdorf aufzutreten.
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Zuerst Brit-Rock dann Orgel-Inferno
Früher musste man Sorge haben, dass Doherty nicht zu Konzerten erschien. Am Samstag lieferten die Babyshambles ein furioses Konzert. Doherty tänzelte von Song zu Song und bewies, dass er nicht umsonst zu einem der besten Songwriter Englands zählt. Nach der Auflösung der Libertines wurden die Babyshambles von manchen belächelt, heute zeigt sich, dass Songs wie "Down in Albion", "Delivery" oder "Killamangiro" längst Britpopklassiker sind. Mit "Fuck Forever" und einer wilden Version von "Twist and Shout" verabschiedeten Peter Doherty und die Babyshambles die Musikfans ins Zelt, wo zum Abschluss Mambo Kurt auf der Orgel ein Hitfeuerwerk entzündete.
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