Ein Jahr Permakulturgarten: "Es ist ein großer Lernprozess"

Maria Ramšak zwischen Sonnenblumen in ihrem Permakulturgarten in St. Peter am Wallersberg
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  • Maria Ramšak zwischen Sonnenblumen in ihrem Permakulturgarten in St. Peter am Wallersberg
  • hochgeladen von Simone Jäger

VÖLKERMARKT. Im April 2017 fand der Spatenstich für den Permakulturgarten der Familie Maria und Albin Ramšak in St. Peter am Wallersberg statt (die WOCHE berichtete). Nun ist der Garten seit einem Jahr fertiggestellt (wobei "fertig" für einen Garten dieser Art eigentlich das falsche Wort ist) und Maria Ramšak lud zu einem Tag der offenen Gartentür. Diese Gelegenheit nutzte die WOCHE Völkermarkt, um sich anzusehen, wie sich das im Bezirk einzigartige Projekt entwickelt hat.
"Dieser Garten war und ist ein großer Lernprozess für uns", sagt Maria Ramšak. Mit uns meint sie nicht nur sich und ihre Familie, sondern auch die rund 25 Mitglieder des Vereines "Natürlich leben auf allen Ebenen", von denen einige im Garten mithelfen.

Großer Lernprozess

Für den Beginn holten sie sich den Permakultur-Experten Johnny Peham ins Boot. "Er hat gefragt, ob er das Saatgut strukturiert oder wild ausbringen soll und ich ließ ihn entscheiden", erinnert sich Ramšak. Er entschied sich für eine wilde, also unstrukturierte Ausbringung, was sich später aber als tückisch bei der Ernte herausstellte: "Ich habe auf der großen Fläche einiges einfach nicht mehr gefunden."
Also entschied sich Ramšak heuer für eine strukturiertere Ausbringung der Samen und Pflanzen, wobei das aber mit den klassischen Gartenbeeten nach wie vor nichts zu tun hat: "Es gibt heuer einfach verschiedene Stellen im Garten, an denen vermehrt Zucchini oder Tomaten vorkommen. Das gibt mir eine bessere Übersicht."

Ernten beim Jäten

Dazwischen wachsen Blumen und Pflanzen, die sich bereits nach dem ersten Jahr selbst versät haben. An allen Ecken und Enden findet man erntereife Kräuter, Beeren und Gemüsesorten - und das fast während des ganzen Jahres: "Ich kann beim Jäten schon ernten. Das ist faszinierend." Faszinierend ist für Ramšak auch, dass sie in ihrem klassischen Garten am Boden und in den Hochbeeten gegen Schnecken kämpfen muss, sie im Permakulturgarten jedoch keine angefressenen Pflanzen vorfindet.

Saatgut-Archiv und Kochbuch

Ramšak experimentiert auch gerne mit Pflanzen wie zum Beispiel Flachs, dessen Samen als Leinsaat bekannt ist: "Ich möchte sehen, ob und wie das funktioniert und ob ich es selbst ernten und verarbeiten kann." Für Vereinsmitglieder soll in Zukunft ein Saatgut-Archiv entstehen. Dafür führt Ramšak genau Buch darüber, wo sie welchen Samen herbekommt und was daraus wurde.
Apropos Buch: Ramšak, selbst Veganerin, schreibt gerade an einem veganen Kochbuch, das heuer in der Vorweihnachtszeit erscheinen soll.

Kritik wird leiser

Die St. Petererin freut es, dass sich immer mehr Menschen für den Permakulturgarten interessieren, obwohl er auch von vielen in Frage gestellt wurde: "Anfangs haben einige gesagt, dass das nie funktionieren kann. Doch auch diese Menschen bekommen langsam eine positivere Einstellung dazu und kommen immer wieder vorbei." 

Die nächsten Projekte

Ab März 2019 ist ein Projekt mit der Volksschule St. Peter am Wallersberg geplant, bei dem Kinder Pflanzen von der Aussaat bis zur Ernte begleiten. Der Tag der offenen Gartentür soll ab nun ebenfalls regelmäßig stattfinden (Details siehe "Zur Sache").

Zur Sache:

Was: Nächster Tag der offenen Gartentür im Permakulturgarten der Familie Ramšak in St. Peter am Wallersberg

Wann: Freitag, 17. August

Voranmeldung: 0699/15 999 132 oder per E-Mail an verein@licht-welten.at

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