Fachtagung in Völkermarkt
Sie haben ein Tabu-Thema vor den Vorhang geholt

Planteu-Siencnik (Wiff), Kazianka (BPK), Ebner, Freund, Schmidt, Moser, Rauchegger, Innerwinkler, Stiff
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  • hochgeladen von Simone Jäger

Vorträge gab es am Mittwoch zum Thema "Stopp der Gewalt gegen ältere Menschen". VÖLKERMARKT. Vergangenen Mittwoch fand die 2. Fachtagung "Stopp der Gewalt gegen ältere Menschen" im Gemeinderatssitzungssaal der Neuen Burg in Völkermarkt statt. 128 Teilnehmer machten den Saal eigentlich zu klein für die Veranstaltung. Diesmal lag der Schwerpunkt beim Thema "Kein Pflegestress - Hinschauen statt Wegschauen".
Organisiert wurde die Fachtagung von der Frauen- und Familienberatungsstelle Wiff, dem BPK Völkermarkt, Initiatorin Renate Ebner und dem Mediziner Dieter Schmidt aus Eberndorf.
Als Referenten sprachen Notarzt Michael Moser, Waltraud Freund von der Pflege-Ombudsstelle Wien und der Leiter des Kriminaldienstreferates des BPK Völkermarkt Chefinspektor Rudolf Stiff. Durch den Abend führte Günther Kazianka vom BPK Völkermarkt.

Der graue Tsunami

Notarzt Moser warnte vor dem "Grey Tsunami" ("Grauer Tsunami"), der auf uns zukommt: "Bis zum Jahr 2050 wird die Alterspyramide in Kärnten auf dem Kopf stehen." Die Lebenserwartung liegt heute bei Frauen im Durchschnitt bei 84 Jahren, bei Männern sind es 79 Jahre - Tendenz weiter steigend. Dass hier die Pflege im öffentlichen und im privaten Bereich an ihre Grenzen und auf neue Herausforderungen stößt, liegt auf der Hand. "Die größte Herausforderung ist die Demenz", so Moser.

Formen der Gewalt

In welcher Form tritt aber nun Gewalt gegen ältere Menschen in der Pflege zutage? Die Facetten sind vielschichtig und haben nicht primär mit körperlicher Gewalt zu tun. Vernachlässigung und psychische Gewalt zählen laut Moser zu den häufigsten Formen. Es gibt jedoch einige Warnzeichen, denen nicht nur Ärzte und Pflegepersonal Beachtung schenken sollten, ganz im Sinne von "Hinschauen statt Wegschauen".

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