Nach Sturm in Eisenkappel-Vellach: "Schäden noch nicht abschätzbar"

Stefan Visotschnig, Gerhard Visotschnig, Hermann Srienz, Franz Josef Smrtnik (von links)
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  • hochgeladen von Simone Jäger

Die Beseitigung der Schäden von Sturmtief "Yves" im Dezember hat in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach heuer oberste Priorität. Es gilt abgerutschte Straßen wie die Obir- und Remschenigstraße zu reparieren, Bäche zu säubern und die Forstschäden aufzuarbeiten. "Die Schäden lassen sich noch nicht genau abschätzen, da wir manches erst im Frühling begutachten können. Es kommt jedenfalls viel Arbeit auf die Gemeinde zu", sagt Bürgermeister Franz Josef Smrtnik (EL).
Bis Ende Mai können laut Smrtnik Bürger noch ihre Anträge für die Nothilfe abgeben. Die Abwicklung erfolgt über die Gemeinde.

Erdkabel bis Rechberg

Um einen weiteren massiven Stromausfall vorbeugen zu können, hofft Smrtnik, dass im Zuge der Reparaturarbeiten durch die Kelag ein Erdkabel von Miklauzhof bis zur ehemaligen Zellstoff-Fabrik Obir gelegt wird: "Dabei könnte auch die Breitband-Infrastruktur mitverlegt werden." Der Breitband-Masterplan wird noch im Jänner fertig gestellt.

Neun Wohnungen

Abgesehen von der Beseitigung der Sturmschäden laufen heuer noch folgende Projekte in Eisenkappel-Vellach: Ab März geht es mit dem Um- und Zubau des Kindergartens weiter. Die Fertigstellung ist für September 2018 geplant.
Außerdem entstehen bis Juni 2018 in der alten Volksschule in Bad Eisenkappel neun barrierefreie Wohnungen und zwei Büros. Ebenfalls heuer soll das Konzept für die Ortskernbelebung (Stärkung des Hauptplatzes) mit Bürgerbeteiligung fertiggestellt werden.

Schulumbau in St. Michael

In der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg laufen heuer die Detailplanungen für den barrierefreien Um- und Zubau mit Lift am Schulcampus in St. Michael ob Bleiburg. Aus dem Hort wird dann eine schulische Ganztagesbetreuung. "Die Kosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro", erklärt Bürgermeister Hermann Srienz (SPÖ).

Neubau Rüsthaus in Feistritz

Einen Architektenwettbewerb gibt es heuer für das neue Rüsthaus in Feistritz ob Bleiburg. Der Grundankauf wurde bereits beschlossen (7.000 m2). "Geplant ist es, noch heuer mit dem Bau zu beginnen", so Srienz. Für das Projekt sind rund zwei Millionen Euro reserviert.

Schutz vor Hochwasser

Die Wildbach- und Lawinenverbauung sichert heuer den Winkelbach in der Ortschaft Penk. Die Kosten dafür teilen sich Bund, Land und Gemeinde. Außerdem wird die Lücke im Gehweg vom Ort St. Michael ob Bleiburg bis zum Kreisverkehr Mahle geschlossen.

Rüsthausneubau in Bleiburg

Sobald es das Wetter zulässt, soll heuer in der Stadtgemeinde Bleiburg endlich mit dem lange diskutierten Neubau des Rüsthauses der Stadtfeuerwehr Bleiburg begonnen werden. "Alles ist auf Schiene", verspricht Bürgermeister Stefan Visotschnig (SPÖ). Beim Ball der Stadtfeuerwehr am vergangenen Samstag konnten die Besucher auch schon einen Blick auf die Pläne werfen (siehe auch Leute-Seite 42). Investiert werden rund 1,5 Millionen Euro, auch die Kameradschaft der Feuerwehr steuert einen Teil bei. Zwei Jahre Bauzeit sind geplant.
Weiters erhält die FF Replach ein neues Kleinlöschfahrzeug im Wert von rund 125.000 Euro.

Neue Hofzufahrt

Am Kömmel wird das Wegenetz um die Hofzufahrt von vulgo Pistotnik bis vulgo Mikic erweitert. Die Kosten belaufen sich auf rund 80.000 Euro. "Außerdem ist heuer im Budget die Erfüllung von vielen kleinen Wünschen vorgesehen", so Visotschnig.

50 Jahre Museum

Ein Schwerpunkt bildet heuer das 50-Jahr-Jubiläum des Werner Berg Museums (die WOCHE berichtete). "Es wird eine tolle Ausstellung unter dem Titel "Das Geschenk des Malers" geben", ergänzt Visotschnig.

60 Jahre Gemeinde Neuhaus

Auch in der Gemeinde Neuhaus gibt es heuer ein großes Jubiläum. Vor 60 Jahren wurden die Gemeinden Leifling und Schwabegg zur Gemeinde Neuhaus zusammengelegt. Im Rahmen dieses Jubiläums gibt es am 12. Mai einen Tag der offenen Tür für Bürger im Museum Liaunig. Dabei wird außerdem ein Buch über Vulgo-Namen in Neuhaus präsentiert.

Baulandmodell

Bereits seit einigen Jahren wird über das Baulandmodell im Bereich des Kindergartens in Neuhaus diskutiert. Heuer sollen die zehn Parzellen in die Tat umgesetzt werden. "Dieses Projekt hat sich in die Länge gezogen, da sich daneben eine Schottergrube befindet", so Bürgermeister Gerhard Visotschnig (SPÖ). Unter anderem will sich die Gemeinde mit diesem Modell noch besser als Wohngemeinde positionieren: "Wir haben keine Industrie und wenn die Hochleistungsbahn in Betrieb geht, sind wir am nähesten zum Bahnhof St. Paul."

Lösung für Feuerwehr

Eine Lösung muss für die Feuerwehr Neuhaus gefunden werden. Bei einem tragischen Autounfall im Vorjahr verstarb ein junger Kamerad. "Das Feuerwehrauto, mit dem er unterwegs war, ist ein Totalschaden. Wir brauchen ein neues Kleinlöschfahrzeug", so der Bürgermeister.
Weiters wird in Neuhaus heuer der dritte Kanalbau-Abschnitt (Schwabegg und Bach) fertiggestellt.

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