23.06.2017, 23:10 Uhr

Erzbergrodeo XX3

v.l.: Wolfi, Lacki, Ringo, Tomi
Das Erzbergrodeo ist eines der härtesten Enduro Rennen weltweit. Um die 1500 Fahrer aus aller Welt pilgern zu diesem großen Event mitten in der Steiermark. Mit dabei auch die Weltelite rund um Gomez, Jarvis, Walker und CO.

4 Renntage Vollgas
Kärcher Rocket Ride
Am Donnerstag eröffnet das Kärcher Rocket Ride das Rennwochenende. Dabei müssen die Teilnehmer mehrere nacheinander führende Steilhänge in schnellster Zeit hinaufbrettern. In den Finalläufen heißt es dann, wer erster oben ist kommt weiter.
Dabei ist vor allem wichtig, dass man(n) richtig am Gasgriff dreht und alles aus seiner Rennmaschine heraus holt, bis man ganz oben angekommen ist.

Iron Road Prolog

2 Qualifikationsläufe, die sogenannten Prologläufe, muss jeder einzelne Fahrer absolvieren, um eine Startberechtigung für das RedBull Hare Scramble am Sonntag zu ergattern.
Bei diesen Qualifikationsläufen, müssen die Fahrer ihre Maschinen, in Startabständen von ca. 30 Sekunden den Berg hinauf jagen. Die Fahrer werden nach Bestzeiten gereiht. Die Reihung gilt als Startnummer für das Hardendurorennen am Sonntag, dem RedBull Hare Scramble. Die besten 500! aus den Prologläufen sind dafür startberechtigt.

RedBull Hare Scramble
Das RedBull Hare Scramble gilt seit Jahren als eines der härtesten Endurorennen der Welt. Ins Ziel kommen dabei nur die Besten der Besten. Vier Stunden haben die Fahrer Zeit um dorthin zu kommen. Die Fahrer starten in 10 Startreihen zu je 50 Startern. Alle 30 Sekunden startet eine Reihe. Danach geht es über Stock und Stein, vorbei an 25 Checkpoints die hintereinander erreicht werden müssen.
Sind die vier Stunden vorbei, gilt der zuletzt erreichte Checkpoint und der dort erreichten Platzierung.
Technik und fahrerisches Können sowie manchmal auch einfach Glück sind das A und O bei diesem kräfteraubenden Rennen.

Die ALLOUT Enduro Union gehört auch schon seit Jahren zur sogenannten Erzbergfamilie. Fahrer wie auch Begleitpersonen erleben dabei ein unvergessliches Erlebnis.
Der Traum, eimal Erzbergfinisher zu werden geht auch bei den Jungs nicht so vorbei.
Vorbereitung und Training sind dabei besonders wichtig. Nicht nur wichtig für das Ergebnis sondern für das körperliche Wohlbefinden. Ein trainierter Körper kann viel mehr aushalten und ist zu größeren Leistungen fähig. Deshalb gilt nach dem Erzberg ist vor dem Erzberg. Ein Jahr Training für ein großes Event am Erzberg bringt nur positives mit sich ;-)
Manuel Lackner, Thomas Ischep, Patrick Wutte, Wolfgang Langer, Philipp Illitsch und Markus Krasnik nahmen in diesem Jahr die Herausforderung an und kämpften gegen Staub und Sturm.


Manuel Lackner, "Lacki"
Der zielstrebige und taffe Hardendurist aus Pribelsdorf, war auch heuer wieder mit dabei. Nach einem Jahr Erzbergpause hatte er das Ziel vor Augen, mal wieder so richtig anzugreifen und allen zu zeigen was in ihm steckt. Nach dem ersten Prologlauf war er mit seinem Ergebnis unzufrieden. Mit voller Motivation und auch ein wenig Ärger ging er am Samstag das zweite Mal an den Start und fuhr mit Vollgas in Richtung Gipfel.
Am Ende durfte er sich mit Platz 96 über einen Startplatz in der 2. Startreihe beim RB Hare Scramble freuen.
Nach einem sehr gelungenen Start beim RB Hare Scramble, fing für ihn das Rennen um die Zeit an. Leider ging ihm nach 3 Stunden der Sprit aus und er konnte nicht mehr richtig weiter Fahren. Bei Checkpoint 15 war dann endgültig Schluss für ihn. Trotzdem liegt er mit seinem 109. Gesamtplatz weit vorne in der Ergebnisliste.

Thomas Ischep, "Tomi"
Obmann wie auch Hardendurist Thomas Ischep ging mit seiner Husqvarna TE 300 an den Start. Nach zwei sturzfreien Prologläufen fand er sich mit Platz 237 in der 5 Startreihe wieder. Nach leichten Schwierigkeiten beim Start, ging es für ihn im flüssigen Tempo weiter zu den einzelnen Checkpoints. Da 500 Fahrer auf einmal den Berg besiegen und zu den Finishern gehören wollen, gibt es bei manchen steileren, knackigen Auffahrten auch längere Staus. Dort ist es wichtig, sich untereinander zu unterstützen. Auch wenn es ein Rennen ist, kommt man oft nur mehr gemeinsam statt einsam weiter.
Trotz mehrerer Staus kam er bis Checkpoint 14, 2 Checkpoints weiter als im Jahr davor. Sein Ziel, in den Top 200 zu sein, wurde mit Platz 199 besiegelt.

Karl-Heinz Pavlic, "Charly"

Nach einem schweren Sturz vor zwei Jahren, nahm er heuer wieder beim Erzbergrodeo teil. Nach den Prologläufen konnte er sich mit Platz 163, für die 4 Startreihe qualifizieren. Nach einem guten Start konnte er in den vier Stunden Renndauer bis auf Platz 106 nach vor fahren.

Patrick Wutte, "Patze"
Schon mit 3 Jahren saß er auf seiner eigenen Motocrossmaschine. Heuer, 17 Jahre nahm er das erste Mal am Erzbergrodeo Teil. Eine neue Erfahrung die ihn weit brachte. Sein Prologergebnis konnte sich sehen lassen. Um wenige Plätze verfehlte er die 2. und startete mit Platz 109 in der 3. Startreihe. Nach einem verpatzten Start fing die Fahrt für ihn an. Checkpoint für Checkpoint meisterte er mit Bravour. Platz 388 war am Ende sein Gesamtergebnis.
Ergebnis Rocket Ride: Patrick belegte nach der Qualifikationsrunde den 19. Platz und konnte sich im Viertelfinale den 5. Platz seines Laufes sichern.

Wolfgang Langer, "Wolfi"
Der 450er Fahrer Wolfi Langer trainiert auch von Jahr zu Jahr immer stärker. Mit zwei guten Prologläufen qualifizierte auch er sich mit Nummer 328 für das Sonntagspektakel. Bei Checkpoint 7 und als 401. war für ihn der Fight vorbei.
Ergebnis Rocket Ride: Wolfi schied nach der Qualifikationsrunde auf dem 129. Platz aus.

Philipp Illitsch, "Ringo"
Ringo qualifizierte sich heuer das erste Mal für das RB Hare Scramble. Mit Starnummer 438 fuhr er von der 9. Reihe aus. Nach einer guten Fahrt war sein Abenteuer am Erzberg mit dem 444. Platz vorbei.

Markus Krasnik, "Maxe"
Markus Krasnik war heuer zum zweiten Mal am Start. Nach einem verpatzten Prologlauf am Freitag hatte er keine Motivation mehr für den nächsten Tag. Der 1228. Prologplatz ging somit an ihn.

Jeder einzelne kann stolz auf sich und sein Können sein. Denn am steirischen Erzberg sind die Bedingungen eigene und nicht mit anderen Rennen oder Trainingstagen vergleichbar. Man befindet sich in einer Ausnahmesituation die von jeden alles abverlangt.

Herzlichen Glückwunsch an jeden einzelnen der Rund 1500 Teilnehmer.
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