Tagung in Währing
Große Ideen von den Kleinen im Kinderparlament
- Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler kamen zusammen, um über ihre Herzensanliegen zu debattieren und abzustimmen.
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Im Amtshaus Währing kamen die jüngsten Volksvertreterinnen und -vertreter zusammen, um gemeinsam Ideen zu schmieden. 40 Schülerinnen und Schüler von 20 dritten Volksschulklassen debattierten und stimmten über neue Maßnahmen im Bezirk ab.
WIEN/WÄHRING. "Gebt den Kindern das Kommando", hieß es nicht nur in Herbert Grönemeyers Hit von 1986. Eine Woche vor der letzten Bezirksvertretungssitzung in Währing kam auch das Hohe Haus der Kleinen in der Martinstraße 100 zusammen. Denn das Kinderparlament tagte im Amtshaus.
- Vertauschte Rollen: Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne, rechts) gestaltet hier einmal nicht politisch – sondern ist "nur" Zuhörerin.
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20 dritte Volksschulklassen schickten jeweils zwei Vertreter beziehungsweise Vertreterinnen, also gesamt 40 Schülerinnen und Schüler, um – ganz wie die echten Volksvertreterinnen und Vertreter – über mögliche Verbesserungen im Bezirksparlament zu debattieren. Ersten Meldungen zufolge ging es dabei übrigens gesitteter zu, als bei manch echter Parlamentssitzung. Anpatzereien standen jedenfalls nicht auf der Tagesordnung.
Träume werden Realität
Das Kinderparlament soll sich genau um jene Anliegen kümmern, die vielleicht ansonsten etwas untergehen würden: Die der Kinder! Und wer würde sich besser für so etwas taugen, als Menschen, die sich in diesem Alltag bewegen: Die kleinen Bezirksbewohnerinnen und -bewohner.
- Bezirkschefin Nossek hörte ihren kleinen Bezirksrätinnen und Bezirksräten ganz genau zu, wo der Schuh drückt. Kinderanliegen sollen schließlich auch in der Realpolitik nicht zu kurz kommen.
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Konstruktiv wurden Ideen zusammen ausgearbeitet. Ganz wie im echten Parlament ging es dann zur Debatte. Jede Klasse durfte durch ihre Vertreterinnen und Vertreter maximal drei Anliegen einbringen. Der überwiegende Teil der Anliegen betraf Parkanlagen und Spielplätze. Wichtige Forderungen der Mandatarinnen und Mandatare waren etwa: "Wir wünschen uns mehr Schaukeln im Schubertpark!" oder "Wir hätten gerne eine mobile Bühne für Theateraufführungen in der Schule".
Aber auch Verkehrsthemen dominierten das Parlament. Viele Anliegen zeigen auf, wie sehr die Kinder durch den Autoverkehr in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Bezirkschefin Silvia Nossek (Grüne) schätzt den Austausch der jungen Bezirksbewohnenden: „Demokratie bedeutet argumentieren, anderen zuhören, gemeinsam Interessen abwägen – genau das lernen die Kinder bei uns im Kinderparlament. Zudem freue ich mich jedes Mal über die tollen Ideen. Kinder haben einfach einen ganz anderen Blickwinkel und machen Verbesserungsvorschläge, auf die wir gar nicht gekommen wären.“
Jetzt wird geprüft
Nach der Debatte und der Abstimmung der Jungparlamentarierinnen und -parlamentarier werden jetzt jene Ideen, welche eine Mehrheit unter den Abgeordneten erreicht hatten, geprüft. Was kann sich der Bezirk leisten, was ist wirklich sinnvoll und vor allem: Was ist wirklich durchführbar? Hier helfen auch die verschiedenen Fachabteilungen der Stadt Wien mit.
- Vielleicht hat so mancher Teilnehmer oder Teilnehmerin ja eine Berufung für später gefunden. Die Zukunft wird es weisen.
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Im April kommen die Bezirksrätinnen und -räte mit Durchschnittsschuhgröße 29 bis 33 dann im Amtshaus nochmal zusammen. Dann wird ihnen gezeigt, was aus ihren Ideen geworden ist. Und wer weiß, vielleicht ist ja der ein oder andere Nationalrat beziehungsweise -rätin oder gar Bundeskanzler beziehungsweise -kanzlerin so zu seiner Berufung gekommen. Die Zukunft wird es uns weisen.
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