Pilotprojekt
Waidhofen hat den Bahnschranken der Zukunft

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Martin Hoffer vom ÖAMTC, Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek, Laurenz Trunner von EBE Solutions, Bürgermeister Werner Krammer und Stadtrat Erich Leonhartsberger beim Lokalaugenschein in Waidhofen an der Ybbs.
  • Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Martin Hoffer vom ÖAMTC, Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek, Laurenz Trunner von EBE Solutions, Bürgermeister Werner Krammer und Stadtrat Erich Leonhartsberger beim Lokalaugenschein in Waidhofen an der Ybbs.
  • Foto: NB/Gerald Lechner
  • hochgeladen von Eva Dietl-Schuller

Mit dem Pilotprojekt „Vereinfachte Technische Sicherungsanlage“ (VTS) setzen die Niederösterreich Bahnen einen weiteren Meilenstein im Zukunftsprogramm der Citybahn Waidhofen um.

WAIDHOFEN/YBBS „Die Niederösterreich Bahnen führen ihre Bahnen mit Weitblick, den man auch an dieser neuen, solarbetriebenen Rotlichtanlage besonders sieht. Durch die moderne Bauweise kann an technischen Komponenten, Grabungsarbeiten und Bauzeit gespart werden. Dies schlägt sich auch in den Kosten nieder: Die neuartige VTS kostet mit 88.000 Euro nur die Hälfte von üblicherweise verbauten Anlagen. Eine Kostenreduktion ohne Einbußen bei der Sicherheit! Die umfangreiche Befragung der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer vor Ort durch den ÖAMTC in Kooperation mit dem Austrian Institute of Technology zeigte klar, dass den Befragten keine Abweichung zu einer bekannten Lichtzeichenanlage aufgefallen ist“, betont Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Solarpanel und Kostenersparnis

Gemeinsam mit der Firma EBE wurde an der Konzeption der neuen „Vereinfachten Technischen Sicherungsanlage“ (VTS) gearbeitet, um alle technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen zu erfüllen – straßenseitig und schienenseitig. Die Innovation der Anlage liegt in ihrem Aufbau sowie der enormen Kosten- und Zeitersparnis. „Die neue VTS kommt mit zwei statt acht Leuchten aus. Geschalten wird sie durch den Zug und nicht von der Betriebsführungszentrale. Dadurch werden technischen Komponenten im Schaltschrank gespart. Durch das Solarpanel samt großem Akku ist sie autark und spart Strom. Für den Störungsfall ist die VTS mit neuartigen Signalen gekoppelt, die es bis jetzt nur auf unserer Strecke gibt. Kann die VTS Anlage vom Zug nicht angesteuert werden, tritt ein eigenes Beschilderungssystem an der Strecke in Kraft, demnach der Zug die Eisenbahnkreuzung nur mit akustischen Signalen und max. 10 km/h Fahrgeschwindigkeit befahren darf“, ergänzt Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek. Ab 1. Oktober startet die VTS ihren Dienst im überwachten Betrieb an der Eisenbahnkreuzung an der Rehsulz. „Mit der VTS Anlage schaffen wir eine Win-Win-Win Situation, denn wir können mehr Sicherungsanlagen zu geringeren Kosten errichten und sorgen dadurch für mehr Sicherheit an der Schnittstelle Schiene-Straße. Es gilt nun, die neuen VTS Anlagen in der neuen Verordnung für Eisenbahnkreuzungen als anerkannte Sicherungsart zu verankern. Hier hoffe ich auf einen starken Schulterschluss von Politik, Gemeinden und Interessensvertretungen!“

Zukunftsweisender Verkehr

Bis 12. Dezember werden entlang der Strecke noch zwei weitere VTS-Anlagen in Betrieb gehen – bei der Eisenbahnkreuzung Vogelsang und der HTL Waidhofen/Ybbs. „Ich freue mich sehr, dass die Citybahn Waidhofen für dieses Pilotprojekt ausgewählt wurde und wir damit ein neues Stück Geschichte schreiben. Die VTS ist ein wichtiger Teil unseres gemeinsam präsentierten Zukunftsprogramms, das die Citybahn Waidhofen als innerstädtisches Verkehrsmittel nachhaltig sichert“, so Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 verkehrt die attraktivierte Citybahn im Halbstundentakt auf der Strecke Waidhofen Hauptbahnhhof bis zur neuen Endhaltestelle Pestalozzistraße. Die Haltestelle Schillerpark wurde runderneuert und im Bereich Kupferschmiedgasse ein neuer Halt errichtet, der für die Fahrgäste eine noch bessere innerstädtische Anbindung bietet.
Mit der Inbetriebnahme der neuen „Vereinfachten Technischen Sicherheitsanlage“ gehen die Niederösterreich Bahnen einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsweisender Verkehr.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Weitere Beiträge aus dem Bundesland

Felix Auböck belegte heute Platz sieben im Finale über 800m Freistil.
Video 2

Olympia Niederösterreich
Olympia-Vorschau: die Show am 01.08.2021

In der Nacht vom 31. Juli auf den 01. August schwamm der Niederösterreicher Felix Auböck das Finale in 1.500m Freistil. Dabei belegte Felix Auböck zum Abschluss der Olympia-Schwimmbewerbe nochmals Rang 7.  NÖ. Nach einem sehr schnellen Beginn gingen dem 24-Jährigen mit Fortdauer des Rennens aber die Kräfte aus. Mit drei Finaleinzügen fällt sein Resümee aber sehr positiv aus: mit einer Medaille, die er über 400m als Vierter nur um 13 Hundertstel Sekunden verpasste, würde er jetzt auf "Wolke 7"...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen