11.01.2018, 13:18 Uhr

Könige für einen Tag im Ybbstal

(Foto: privat)

Caspar, Melchior und Balthasar sammeln im Ybbstal für die ärmsten Kinder in der Dritten Welt.

WAIDHOFEN/YBBSTAL. Schon seit den frühen Morgenstunden sind Laurin, Lukas, Simone und Julian in Ertl von Haus zu Haus unterwegs, um Segen für das neue Jahr zu bringen und um Spenden zu bitten. Wie rund 600 Kinder im Ybbstal.

Kinder helfen Kindern

"Heuer sammeln die Kinder für ein Projekt in Nicaragua. Sie helfen damit anderen Kindern, damit sie nicht arbeiten müssen, sondern eine ordentliche Ausbildung bekommen", so Pater Vitus Weichselbaum aus der Pfarre Kematen-Gleiß. Über Sternsinger-Nachwuchs kann er sich nicht beklagen. "In unserer Pfarre gehen viele Ministranten als Sternsinger. Und bei den Firmlingen gibt es verschiedene Workshops, einer davon ist die Sternsinger-Aktion", so Pater Vitus.
Doch warum opfern junge Ybbstaler einen Teil der Weihnachtsferien, um anderen zu helfen? "Weil es Spaß macht, in der Gruppe unterwegs zu sein. Und es gibt immer ein leckeres Mittagessen", erzählt Stersingerin Anna und freut sich schon auf ein Schnitzerl.

Bildung für die Ärmsten

"Ich will armen Kindern helfen, damit sie in die Schule gehen können", überlegt Sternträger Leon nicht lange. "Und wir freuen uns natürlich auch, wenn wir als kleine Belohnung was Süßes bekommen", sind sich die Ybbstaler Könige einig und erklären, dass alles gerecht geteilt wird. "Die Pfarre Ybbsitz ist seit Jahren immer vorn, was das Sammelergebnis betrifft: diözesanweit sicher, vielleicht auch NÖ-weit", verrät Wolfgang Zarl von der Diözese St. Pölten.
In Konradsheim steht das Sammelergebnis der Stersinger-Kinder Simon, Philipp, Laurenz, Mathias, Martha, Kerstin, Magdalena und Carina schon fest. Hier darf sich Pater Martin Talnaggi über 4.800 Euro an Spenden freuen.

Spendable Ybbstaler

Ob spendable Ybbstaler oder fleißige Sternsinger: Alle tragen damit zur Förderung von Kindern und Jugendlichen, Bildung, Sicherung von Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung und zur Wahrung der Menschenrechte in rund 500 Projekten in den Armutsregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bei.
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