L’Orfeo Barockorchester

Wann: 25.09.2017 19:30:00 Wo: Stadttheater, Kaiser-Josef-Platz, 4600 Wels auf Karte anzeigen

Leitung Michi Gaigg
Solistin Margot Oitzinger, Alt

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Sinfonia VIII in D-Dur MWV N 8
Joseph Haydn (1732-1809) Arianna a Naxos
Cantata a voce sola con accopagnamento del clavicembalo o Forte-Piano Hob. XXVIb:2
Felix Mendelssohn Bartholdy
„Che vuoi mio cor? … Io lo so che il bel sembiante“ Rezitativ & Arie für Alt und Streichorchester MWV H 1
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonia IX in C-Dur MWV N 9 „Schweizer Sinfonie”

Im spannenden Kontrast zur traditionellen Aufführungspraxis gelangten die Streichersinfonien von Felix Mendelssohn, einst „generalbaßmäßig“ am familieneigenen Hammerflügel begleitet, im Rahmen der allwöchentlich veranstalteten und mit Musikern der Berliner Hofkapelle besetzten Sonntagsmusiken zur Aufführung. Zu jenen
„privatgesellschaftlichen“ Veranstaltungen fanden sich je- weils kaum weniger als „zwischen 60 und 80 Zuhörer“ ein, um den Klängen der zur Klaviervirtuosin herangereiften Fanny sowie den neuesten Tonschöpfungen ihres jüngeren Bruders zu lauschen, die letzterem ein stetig wachsendes Experimentierfeld boten, im Umgang mit den klassischen Modellen eines Haydn oder Mozart seine eigene unverwechselbare Klang- und Formwelt zu entwickeln. Ein be- eindruckendes Zeugnis jener kreativen Auseinandersetzung vermag das um die Jahreswende von 1822-23 herum entstandene Paar der Sinfonien VIII in D- bzw. IX in C-Dur abzugeben: Monothematisch aufgebaute Kopfsätze mit gravitätisch-punktierter Einleitung, dunkel wie licht ge- zeichnete Momente im solistisch geführten Adagio, tänzerische Scherzi, die in schattenhafte Feenwelten abdriften oder einen schweizerischen Kühreigen zitieren, Finali, in denen sich Sonatensatz und figurierter Kontrapunkt zu ei- ner kunstvollen Synthese vereinen.
Auch die dramatische, streicherbegleitete Szene Che vuoi, mio cor dürfte dereinst im Rahmen der Sonntagsmusiken aus der Taufe gehoben worden sein. Zu öffentlicher Be- achtung gelangte das Werk dann ein Jahr darauf Dank der Darbietung der vormals am Königl. Theater wirkenden Marianne Müller, bevor es – aus unerfindlichen Gründen –
8 der Vergessenheit zum Opfer fiel.
Ganz anders erging es da der Arianna a Naxos von Joseph Haydn. Wie Mendelssohns metastasianische „Altscene“ zunächst im privaten Salon erklungen, sollte der Vortrag einer weiteren Dame von Rang und Namen einen entscheidenden Beitrag zu ihrer bis heute ungebrochenen Popularität liefern. Als im Jahr 1800 die skandalumwitterte Lady Emma Hamilton zu Eisenstadt ihre Aufsehen erweckende Interpretation der Kantate zum Besten gab, saß der Komponist persönlich an den Tasten, um die gefeierte Schön- heit durch sämtliche emotionalen Höhen und Tiefen seiner Partitur zu geleiten: Ariadnes Erwachen in der Einsamkeit, ihre eindringliche Bitte an Theseus zu ihr zurückzukehren, die Beobachtung der Flucht des Geliebten bis hin zur Ankündigung des letzten, verzweifelten Schrittes ... (Christian Moritz-Bauer)

Eintritt: Euro 38,10 | 31,80 | 29,6 | 26,50 | 20,10
Kartenvorverkauf: ab 16. August 2017
Info: Stadt Wels
Dst. Kulturaktivitäten
Minoritengasse 5
T: +43 7242 235 7040
www.wels.at
www.welserabonnementkonzerte.at
Kartenvorverkauf: Kartenbüro OÖN Wels, T: +43 7242 248 770, Kartenbüro Wels-Info, T: +43 7242 67722 22, www.oeticket.com

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