Ultraläufer Reinhard Buchgeher feiert Comeback
“Die Auszeit hat mir gut getan”

Das Interview ist auch auf "Helden des Laufsports" zu finden.

Reinhard Buchgeher war in den letzten Jahren einer der erfolgreichsten Ultraläufer Österreichs. 2018 konnte sich der 31-jährige Pennewanger zum zweiten Mal den Staatsmeistertitel über die 100-Kilometer-Distanz sichern. Im darauffolgenden Jahr legte der Gymnasiallehrer eine Pause ein. Im Interview spricht der zweimalige WM-Teilnehmer über sein geplantes Comeback und auch darüber, was er letztes Jahr so gemacht hat.

Wie verlief dein „Karenzjahr“?
Mehr als ein Jahr lang von der leistungsorientierten Ausübung meines Hobbys Abstand zu nehmen, hat mir wirklich gut getan. Privat stand 2019 der Bau unseres Einfamilienhauses im Vordergrund. Nebenbei habe ich sporadisch trainiert und mir Laufveranstaltungen gesucht, bei denen die Freude am Laufen im Mittelpunkt war und nicht die Leistung. Ich habe beispielsweise zum ersten Mal am Rom Marathon teilgenommen (ein lang gehegter Wunsch), mit meinen Vereinskollegen vom LSC Wels/Land einen Laufausflug zum Welschlauf unternommen und im Rahmen des Marktlaufs in Offenhausen die Pennewanger Ortsmeisterschaft gewonnen.

Sehen wir dich 2020 wieder als Ultraläufer?
Nein, 2020 werde ich keinen Ultralauf absolvieren. Nach mehr als einem Jahr ohne lange Einheiten im Training, glaube ich, dass es zu bald wäre sich auf eine so lange Distanz wie 100 Kilometer oder auf einen Lauf über sechs Stunden Dauer vorzubereiten. Nicht einmal ein Marathon steht auf meinem Plan. Ich möchte vielmehr wieder den ein oder anderen Volkslauf in meiner Umgebung besuchen. Es ist schon lange her, dass ich regelmäßig an solchen Veranstaltungen teilgenommen habe.

Ist es eine Ultralaufpause oder eher das Ende?
Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich sehe es eigentlich als Vorteil Hobbysportler zu sein, weil ich hinsichtlich Trainingsplanung und Trainingsausrichtung jeden Tag neu entscheiden kann, was ich machen möchte. Meistens wähle ich meine Hauptwettkämpfe auch erst dann aus, wenn bei uns zuhause die Urlaubsplanung abgeschlossen ist, woraufhin ich die Teilnahme an manchen Meisterschaften automatisch ausschließen muss. Den Gedanken über 100 Kilometer noch einmal die Nominierung für das österreichische Ultralauf-Nationalteam zu erhalten, gibt es natürlich schon. Vielleicht ist es ja 2021 wieder soweit.

Welche konkreten Ziele hast du auf den Unterdistanzen? Sind auch Wettkämpfe auf der Bahn geplant?
Ich möchte versuchen auf der Langstrecke in die Nähe meiner persönlichen Bestleistungen zu kommen. Nachdem ich aber weder als Kind noch als Jugendlicher aktiv Leichtathletik betrieben habe, bin ich es nicht gewöhnt auf der Bahn zu laufen. Wettkämpfe über fünf und zehn Kilometer absolviere ich also am liebsten auf der Straße. Außerdem möchte ich die motivierende und familiäre Atmosphäre bei den „kleineren“ Veranstaltungen genießen und den ein oder anderen Cupbewerb laufen. Die paar Minuten, in denen man mitten in einem Kopf-an-Kopf-Rennen diese ganz spezielle Wettkampfatmosphäre spürt, sind die besten in meinem Sport. Dafür trainiere ich.

Wie viel hast du in den letzten Wochen trainiert? Würdest du sagen, dass du schon gut in Form bist?
Im vergangenen Herbst habe ich den Schwerpunkt darauf gelegt die Regelmäßigkeit im Training wieder zu finden. Anfangs hat es Wochen mit 20 Kilometer Umfang genauso gegeben wie mit 90 Kilometer, aber alles im leichten Bereich. Schön langsam glaube ich den Rhythmus wieder gefunden zu haben. Richtig in Form komme ich dann hoffentlich Mitte März, wenn ich vom Crosslauf wieder auf die Straße wechsle.

Wie groß ist deine Motivation für die neue Saison?
Eigentlich sehr groß, weil mir das Training wieder sehr viel Spaß macht. Ich laufe am Sonntag einen Sieben-Kilometer-Lauf in Wien, am 07.03.2020 die OÖLM im Crosslauf und am 15.03.2020, im Rahmen des Halbmarathons in Wels, die sieben Kilometer. Die Vorfreude ist jetzt schon spürbar.

Autor:

Mario Friedl aus Ried

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