29.09.2017, 12:33 Uhr

Gemeinsamkeiten betonen - Jugendintegration in Wels

Integration (Foto: Aramanda-Fotolia)
WELS. Das friedliche Zusammenleben von verschiedenen Nationen und das Zusammenwachsen zu einer homogenen Gruppe ist in einer Stadt wie Wels, in der fast 30 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund haben, besonders wichtig. Klar ist, dass Integration bei jungen Menschen beginnen muss und hier leisten die Jugendbüros einen wesentlichen Beitrag.

Jugendbüros der Stadt Wels
Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren finden hier unabhängig von Geschlecht, Religion, Bildung, sozialer Schicht und Herkunft interessierte Zuhörer für ihre Wünsche und Anliegen. Bei gemeinsamen Projekten wie Siedlungsfesten, Fußballturnieren, Musikprojekten, Videoproduktionen, Mädchennachmittagen sowie Faschings- Nikolaus- und Weihnachtsfeiern können sich die Teenager zwanglos kennenlernen und Verständnis und Toleranz füreinander entwickeln. Willkommen sind bei diesen Projekten alle jungen Besucher, ob fremdstämmig oder mit österreichischen Wurzeln. Denn die Jugendlichen selbst – egal welcher Herkunft – wollen nicht aus- oder abgegrenzt werden. Um den Kids weite Wege zu ersparen, befinden sich in den jeweiligen Stadtteilen wie Neustadt , Pernau, Vogelweide und Lichtenegg eigene Standorte.

Tipps fürs Leben
Derzeit nutzen pro Einrichtung durchschnittlich 25 Jugendliche aus verschiedenen Nationen das Angebot. „Für alle Jugendliche stehen die Mitarbeiter der Jugendbüros mit offenem Ohr, Rat und Informationen zur Seite!“ meint Vizebürgermeister Gerhard Kroiß. „Mit Freunden Freizeit verbringen und einen guten Tipp fürs Leben bekommen - Jeder ist in den Welser Jugendbüros herzlich willkommen!“ Besonders am Herzen liegt ihm auch das Projekt „Ausbildung bis 18“, da viele Jugendliche nur die Pflichtschule absolviert haben und daher Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche haben. Vorstellen könnte er sich auch die Errichtung eines Jugendrates, nach einem Modell, das er sich in Villach angesehen hat.
Integration muss gelebt werden, nicht diktiert. Wenn man Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft die Gelegenheit gibt, sich kennenzulernen, bauen sich Vorurteile von selbst ab.
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