10.11.2017, 23:05 Uhr

Stadt setzt Asylwerber zur Unkrautbekämpfung ein

Vizebürgermeisterin Silvia Huber und StR. Klaus Hoflehner besuchten die Asylwerber bei der Arbeit. (Foto: SPÖ)

Von SP-initiiertes Integrationsprojekt bietet sinnstiftende Tätigkeit bei laufenden Verfahren.

WELS. SP-Vizebürgermeisterin Silvia Huber und Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner gaben den Anstoß für die Umsetzung eines Beschäftigungsprojektes für Asylwerber. Wie von der SPÖ aufgezeigt, kamen im Sommer aufgrund des Personalmangels bei den Kommunalen Diensten, die Mitarbeiter des Magistrates mit der Unkrautbekämpfung im Welser Stadtgebiet nicht nach und es gab Beschwerden. Seit einigen Monaten werden zur Verstärkung Asylwerber bei der Straßen- und Gehsteigreinigung eingesetzt. Diese erfolgreiche Maßnahme bringt beiden Seiten etwas.

30 Flüchtlinge im Einsatz

„Die Arbeiten werden von den Asylwerbern äußerst ordentlich und schnell erledigt. Auch von den Bürgern haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten“, berichtet die für Kommunale Dienste zuständige Vizebürgermeisterin Silvia Huber. Seit 7. August sind täglich sechs bis acht Arbeitskräfte aus Betreuungseinrichtungen wie der Caritas bei den Kommunalen Diensten der Stadt Wels beschäftigt. Bisher wurden rund 30 Flüchtlinge, die sich in einem Asylverfahren befinden, im Bereich Straßen- und Gehsteigreinigung eingesetzt. Asylwerber dürfen maximal 110 Euro im Monat verdienen.

Wartezeit überbrücken

Bis Mitte Oktober waren diese Arbeitskräfte vor allem mit Unkrautbekämpfung beschäftigt. Sie entfernten im Welser Stadtgebiet entlang von rund 100 Kilometern das lästige Straßenbegleitgrün. Seither säubern sie Wege und Plätze vom Laub. Die Arbeitsbereiche und Straßenabschnitte werden von Vorarbeitern der Kommunalen Dienste eingeteilt. Sie bringen die Asylwerber auch zum Einsatzort, kontrollieren regelmäßig deren Arbeit und fahren die Hilfskräfte nach Arbeitsende zurück zur Betreuungseinrichtung. „Dieses Beschäftigungsprojekt ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Welser Bevölkerung profitiert davon und Personen in einem laufenden Asylverfahren können die Wartezeit mit einer sinnvollen Tätigkeit überbrücken“, betont SP-Stadtparteivorsitzender Klaus Hoflehner.

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.