02.06.2017, 12:46 Uhr

8000 Welser pendeln täglich in die Arbeit

Stau: Diesen Anblick kennen Pendler nur zu gut. (Foto: ssuaphoto/panthermedia)

Wer seinen Arbeitsplatz nicht im Wohnort hat, muss pendeln. Das kostet viel Zeit und Geld.

WELS. 20.000 Menschen pendeln täglich aus anderen Städten und Bezirken nach Wels. Ihnen stehen rund 8.000 Welser gegenüber, die ihren Heimatort jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit verlassen. Manfred Spiesberger, Leiter der Welser Wirtschaftskammer, kennt die Problematik, sieht die gute Verkehrserschließung der Stadt aber als Vorteil: "Egal, ob mit Bahn oder Auto, Wels hat Anbindungen an alle wichtigen Verkehrsrouten. Man ist eigentlich schnell überall. Da ist es beispielsweise für Pendler im Mühlviertel schon problematischer."

Finanzielle Belastung
Pendeln macht sich auch auf dem Konto bemerkbar. Mit den reinen Treibstoffkosten ist es hier nicht getan: Neben dem Kaufpreis und dem daraus resultierenden Wertverlust müssen auch Steuern, Versicherung und Wartungsaufwand miteinbezogen werden. Im Schnitt kostet einen Autofahrer jeder gefahrene Kilometer daher rund 46 Cent. Die Strecke Wels-Linz und retour schlägt mit etwa 70 Kilometern zu Buche, was tägliche Kosten von 32 Euro bedeutet. Auch das Zeitkonto wird belastet. "Kollegen, die in Linz arbeiten, erzählen mir, dass sie täglich eineinhalb Stunden unterwegs sind", so Spiesberger. Auf eine Arbeitswoche hochgerechnet, sind das siebeneinhalb zusätzliche Stunden.

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