08.09.2014, 15:03 Uhr

Erfolgreicher Sommer für das Welios – Neue Ausstellung

Marko Dragicevic, Bürgermeister Peter Koits, Manfred Krammer, Leo Ludick und Welios-Geschäftsführer Michael Holl.
Die Besucherzahlen zeigen, dass sich das Welios als Schlechtwetter-Alternative zu etablieren beginnt. Mit über 40.000 Besuchern konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von ca. 30 Prozent erreicht werden.

Gut angekommen ist neben der Sonderausstellung „LebensWERT – Mission Possible“ auch das vielfältige Sommerferienprogramm. Besonderes Highlight war dabei der erstmals ins Leben gerufenen „KinderCampus“, in Kooperation mit dem Österreichischen Weltraumforum, dem Amateurfunkverein Wels, dem WIFI Linz, sowie dem Mechatronic Cluster. Erstmals fand auch an zwei Terminen der „Forscherbandentreff“ für alle Mitglieder der Welios Forscherbande statt, bei dem mit viel Spaß „Strommonster“ gebastelt wurden.

Auch das „Jahr des Industrieroboters“ geht weiter: derzeit können Puppenspieler-Roboter KARL KUKA und das Geschwisterpaar YANNIK und YASMIN YASKAWA im Welios besucht werden. Während KARL KUKA seine Lieblingspuppe Rudi durch eine Märchenlandschaft führt, können YANNIK und YASMIN YASKAWA beim Mensch-Ärger-Dich-Nicht Spiel bestaunt werden.

Nach diesem erfolgreichen Sommer startet das Welios nun mit der neuen Sonderausstellung „Spurensuche – Die Bausteine des Universums“ durch. Dazu wird es wieder ein pädagogisches Begleitprogramm geben: neben einer Sonderführung für PädagogInnen am 16.09. um 15:00 Uhr und einem Themenpfad für VolksschülerInnen wird es auch wieder ein Schulprojekt mit dem Museum Angerlehner geben.


Eine Sonderausstellung am Puls aktueller Forschung

Das Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften (HEPHY) hat in Kooperation mit dem Welios Science Center in Wels eine Ausstellung konzipiert, die das komplexe Thema der Hochenergiephysik allgemeinverständlich darstellt.
Auf Schautafeln erhält man in knappen Worten und durch eindrucksvolle Bilder einen sehr guten Einblick in die Thematik. Hier erfährt man, wie in der Physik die Fülle an Teilchen, die beim Urknall und auch später entstanden ist, zusammengefasst wird und in welcher Beziehung diese Teilchen zueinander stehen. Wie Teilchenbeschleuniger arbeiten wird jedem beim Vertiefen in die Tafeln und durch die eindrucksvollen Exponate genau so klar, wie etwa, was es mit der mysteriösen Dunklen Materie und der nicht minder rätselhaften Dunklen Energie auf sich hat – Forschungsgebiete, die zukünftig eine große Rolle spielen werden.
Mit dem Hinweis auf die Erfindung des World-Wide-Web am CERN und dem Krebstherapieprojekt MedAustron in Wiener Neustadt wird auch aufgezeigt, dass Grundlagenforschung sehr wohl zu handfesten und für die gesamte Menschheit nutzbaren Anwendungen führt.

Ergänzt wird diese Ausstellung durch Leihgaben des HEPHY, vom CERN, dem Deutschen Museum/Bonn und vom Deutschen Elektronen- Synchrotron in Hamburg.
Eine große Funkenkammer zeigt Spuren von Teilchen, die in der höheren Atmosphäre entstehen und auf der Erdoberfläche auftreffen. Ein maßstabsgetreues Modell jener Detektoranlage am LHC, die 2012 das Higgs-Teilchen registriert hat, ist ausgestellt.

LHC steht für Large Hadron Collider und bezeichnet den mit 27 Kilometern Länge weltweit größten kreisförmigen Teilchenbeschleuniger am CERN, dessen Funktionsweise man in der Ausstellung auch an interaktiven Exponaten erfährt.
Eindrucksvolle Großformatfotos und Videos auf Großbildschirmen vermitteln die Faszination dieses Forschungsgebietes.

Die Ausstellung ist vom 11. 09. 2014 bis 01. 03. 2015 zu den Welios- Öffnungszeiten zu besichtigen. Wie immer ist der Eintritt in die Sonderschau im Eintritt ins Welios inkludiert.

Ausstellungseröffnung der besonderen Art

Wie wichtig das europäische Kernforschungszentrum CERN bei Genf diese Ausstellung sieht, geht aus der Tatsache hervor, dass mit Sergio Bertolucci der Forschungsdirektor dieser weltweit größten Forschungsstätte zur Eröffnung am 11. 09. 2014 um 19:00 Uhr kommen wird. Ihn begleitet Sascha Schmeling, der für die 60-Jahr-Feiern von CERN verantwortlich zeichnet. Er wird auch einen Kurzvortrag zum Thema „Nutzen der Grundlagenforschung für die Allgemeinheit“ halten. Weitere CERN-Forscher haben ihr Kommen bereits angekündigt, denn diese Ausstellungseröffnung ist in Österreich die einzige Veranstaltung im Rahmen der 60-Jahr-Feiern des CERN (siehe: http://cern60.web.cern.ch/en) stattfindet.

Was die Welt im Innersten zusammenhält
2012 war für die physikalische Welt ein besonderes Jahr: Der letzte Baustein des sogenannten Standardmodells wurde mit dem Higgs-Teilchen am CERN gefunden! So sensationell diese Entdeckung für die Naturwissenschaft war, so wenig wissen Nicht-Naturwissenschafter etwas damit anzufangen. Was ist dieses Higgs-Teilchen überhaupt? Was bewirkt es? Warum hat man es erst so spät – etwa fünfzig Jahre nach der theoretischen Voraussage – entdeckt? Hat die Menschheit etwas davon, dass man am CERN in riesigen Beschleunigungsanlagen Protonen aufeinanderprallen lässt?

Die Forschungen am CERN, dem weltweit größten Forschungslabor bei Genf, sind Grundlagenforschungen par excellence. Wir erhalten durch sie Erkenntnisse darüber, „was die Welt im Innersten zusammenhält“.

Das Einmalige dieser Ausstellung

„In dieser Ausstellung wird modernste, physikalische Forschung allgemeinverständlich dargestellt. Was niemand für möglich gehalten hat, ist uns gelungen: Das Thema Teilchenphysik so aufzubereiten, dass selbst Volksschülerinnen und Volksschüler einen Eindruck gewinnen können, was die Welt im Innersten zusammenhält“, so Leo Ludick, Kurator der Sonderausstellung

Ein umfangreiches Begleitprogramm für alle Einführungen in die Sonderausstellung werden jeden Freitag, Samstag und Sonntag um 15:00 Uhr angeboten

Skype-Schaltungen zum CERN werden an einigen Tagen im November und Jänner durchgeführt (Termine stehen noch nicht fest).

Vorträge (frei zugänglich)
19. Oktober 2014, 16:30 Uhr

„Die kleinsten Bausteine unseres Universums“ DI Dr. Marko Dragicevic, HEPHY - Wien
16. November 2014, 16:30 Uhr

„Die Reise zum Anbeginn der Welt - Aufbau und Entstehung des Universums“
DI Dr. Helmut Eberl, HEPHY - Wien

14. Dezember 2014, 16:30 Uhr
„Teilchen aus dem Weltall - Kosmische Strahlung in Alltag und Technik“ DI Dr. Thomas Bergauer, HEPHY - Wien

11. Jänner 2015, 14:00 Uhr:
„Beschleunigte Teilchen zur Krebsbehandlung: Ionentherapie bei MedAustron“
Priv.-Doz. Dr. Petra Georg (Studienkoordination MedAustron)
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