Neu: Eine "Schneewolke" in Lüsens im Sellraintal

Eindrucksvolles Bild der "Wolke" bei Nacht!
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"In Lüsens im Sellraintal kann man auf Pulverschnee surfen und das Feeling des Wellenreitens am Atlantik nun auch im Winter genießen." Das wird versprochen, und laut die Initiatoren wird es auch gehalten. Die Erfindung, die 2016 mit dem Staatspreis „Patent des Jahres“ gekürt wurde, ist das Kernstück der Innovation im sanften Wintertourismus, die man jetzt in Lüsens buchstäblich erfahren und erleben kann.

Eine "Schneewolke"

Die „Wolke“  landete im Winter 2017/18 in Lüsens und präsentiert heuer erstmals eine innovative Anwendung. Das weltweit einzigartige Verfahren, in einer künstlichen Wolke naturidenten Schnee zu erzeugen, wird in Lüsens in neuer Form und mit einem neuen Schneesport präsentiert. In den traditionellen Verfahren zur Kunstschneeerzeugung entstehen nicht Schneekristalle, sondern gefrorene Wassertropfen. Das neue Verfahren zur Schneeerzeugung wurde 2016 von einer österreichischen Jury aufgrund seiner Originalität, seiner technischen Komplexität und seines wirtschaftlichen Potentials als „Patent des Jahres“ gekürt.

Surfen im Winter

Dieser kleinflächige Schneeraum kann nun in Tirol im Rahmen des Pilotprojekts erstmals entdeckt, erfahren und erlebt werden. Schneesportler können auf Neuschnee – von der„Wolke“, falls es einmal nicht schneit – die Trendsportart Surfen auf Snowskates von zertifizierten Coaches erlernen. Snowskate-Kurse werden täglich von Mittwoch bis Sonntag in der Neuschnee Arena angeboten. An Montagen und Dienstagen ist die Innovation für Schulklassen, Gruppen und Vereine zugänglich. Für Schulklassen wird ein kostengünstiges, dreistündiges Kurs-und Trainingspaket angeboten. Das Schulangebot setzt sich aus 90 Minuten Snowskatekurs, Snow Adventure wie zum Beispiel Bouldern über Neuschnee sowie einer Präsentation zur Erfindung und der Philosophie der frugalen Innovation (mit geringen Mitteln ein hohes Schneeerlebnis zu erreichen) –zusammen. „Mit dem neuen Verfahren, Schnee zu erzeugen, soll ein Bewusstsein geschaffen werden, das ein ultimatives Schneeerlebnis auch klimaschonend und mit wenig Einsatz an Ressourcen möglich ist. In der Neuschnee-Arena kann man ein Surfgefühl erleben. Dazu braucht es nicht viel. Dafür wollen wir die Entscheidungsträger von morgen sensibilisieren", sagt DI Michael Bacher, Miterfinder der neuen Schneetechnologie.

Weitere Projekte

Heuer werden noch zwei weitere Anwendungen im Zusammenhang mit der Schneeerzeugung aus der Wolke vorgestellt. Diese können von den Arenagästen im Rahmen der betreuten Snowskatekurse oder unter der Anleitung vom Neuschnee-Arena Manager, Timo Novy, getestet werden. Da gibt es zum einen die „Snow Adventure“-Zonen, die im Snowskate-Park integriert sind. Hier können mutige Gäste Bouldern über Neuschnee, Schwingen über Neuschnee, vom Felsen in einen Neuschneehaufen hüpfen und das Graben von Schneehöhlen testen. Zum anderen gibt es in der Neuschnee-Arena die Iglu-Zonen,in denen registrierte Gäste kostenlos Iglus, Schneeskulpturen und vieles mehr aus Neuschnee formen können.

Wolkenhülle

Die Wolkenhülle, d.h. die Konstruktion, in der die Schneeerzeugung erfolgt, wurde von Architekt Walter Klasz im Kontext seiner Dissertation an der Architektur Fakultät der Universität Innsbruck entwickelt. Im Rahmen eines vom Land Tirol geförderten Forschungsprojektes kreierte er eine Wolkenhülle, die die funktionalen Anforderungen erfüllt und sich darüber hinaus harmonisch ins Umfeld der herrlichen Natur einfügt.  Die Konstruktion formt und stabilisiert sich simultan während des Aufbauprozesses vor Ort. Die Wolkenhülle ruht gut fixiert nur auf drei lokalen Findlingen und hat so den Anschein, visuell über der Oberfläche zu schweben. Sie wird im April 2018 an der internationalen Konferenz „Shape to Fabrication“ in London als hervorragende wissenschaftliche Leistung präsentiert.

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