Ergebnisse des Projekts "Unsere Muttereralm"

Johannes Fritz, Simone Larcher und Klaus Hilber initiierten ein "Word Café" in Mutters.
  • Johannes Fritz, Simone Larcher und Klaus Hilber initiierten ein "Word Café" in Mutters.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Im Sommer luden die Grüne Gruppe Mutters und MuttersPLUS die Bürger zu einer Diskussionsveranstaltung ("Word Café") zum Thema „Unsere Mutterer Alm“. Anlass war die Initiative der Gemeindeleitung, für die Muttereralm einen sogenannten Masterplan zur weiteren Entwicklung und Erschließung zu erstellen. Dass dies ohne Einbindung der Bevölkerung entstand, wurde von den beiden Oppositionslisten kritisiert.

Mangelnde Balance

GR Johannes Fritz (Grüne): „Die Vielfalt der Freizeit- und Erlebnisangebote auf der Mutterer Alm wird grundsätzlich begrüßt. Dennoch haben viele Mutterer Bürger zunehmend die Sorge, dass das rechte Maß und die Balance fehlen. Der Wunsch nach Ruhe- und Erholungsräumen, nach Naturerlebnis und einer nachhaltigen Entwicklung wurde vielfach angesprochen.“
Eine breite Zustimmung erfuhr die Idee eines Naturparks in den Grenzen des bestehenden Ruhegebiets Kalkkögel. Matthias Danninger von den Grünen Mutters, der dieses Konzept präsentiert und zur Diskussion gestellt hat: „Der Naturpark lässt sich mit dem Muttereralmpark gut kombinieren. Seine Grenzen verlaufen oberhalb des Skigebietes, der Lift wäre Zubringer, was zu seine Auslastung im Sommer beitrage könnte.“

Ruhe und Erholung

Silvia Flunger (Grüne) leitete eine Diskussionsrunde zum Themenbereich Sommer- und Wintersport. Ihr Resümee lautet: „Ziel muss es sein, auch jenen Interessen Raum und Wertigkeit zu geben, die keinen unmittelbaren kommerziellen Nutzen für die Betreiber des Muttereralmparks bringen. Ich sehe die Gemeindeleitung in der Verantwortung, hier für einen Ausgleich zu sorgen und insbesondere auch die Interessen jener Bürger zu vertreten, die am Berg Ruhe, Erholung oder ein Naturerlebnis suchen.“

Verkehrssituation

Zentrales Thema für die Mutterer ist offensichtlich die Verkehrssituation in der Gemeinde. Der Erlebnispark bzw. dort ausgetragene Veranstaltungen werden laut den Oppositionslisten als Mitverursacher einer zunehmenden Verkehrsbelastung wahrgenommen. Die Verkehrszählstelle am Muttererweg hat in diesem Jahr bislang im Mittel 6.048 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Der Maximalwert mit 8.623 Fahrzeugen war am 23. Juni, also während des Crankworx Events. Gemeinderätin Simone Larcher (MuttersPLUS): „Das Hauptaugenmerk der Teilnehmer lag darin, dass das öffentliche Angebot verbessert werden müsse, etwa durch Kombinationsangebote für die Muttereralmbahn und öffentliche Zubringer oder durch Fahrplanverdichtung der Stubaitalbahn, in Verbindung mit ergänzenden Angeboten.“

Sorge wegen Hotels

Gemeinderat Klaus Hilber (MuttersPLUS) ergänzt: „Große Sorge bereiten vielen Bürgern die im Masterplan des Bürgermeisters angeführten weiteren Hotels und Gastronomiebetriebe, insbesondere das Hotel mit mehr als 200 Betten im Lärchenwald oder weitere Gastronomiebetriebe am Speicherteich und am Pfrimesköpfl. Den Mutterern wäre die Erhaltung eines bürgerlichen Gastronomiebetriebes am Nockhof als Ziel für Wanderer und Radfahrer ein Anliegen.“

Resümee der Organisatoren

Das Resümee der Veranstalter lautet wie folgt: "Diese Diskussionsveranstaltung war ein voller Erfolg. Dies wird offenbar auch von der Gemeindeleitung so gesehen, die bei der letzten Gemeinderatssitzung angekündigt hat, ebenfalls eine Bürgerbeteiligung bei der Neugestaltung des Dorfplatzes anzustreben. Für die Organisatoren dieses ersten World Cafés in Mutters ist vorrangig, dass die Gemeindeleitung die zum Ausdruck gekommenen Anliegen der Mutterer Bürger bei der weiteren Entwicklung der Mutterer Alm berücksichtigt. In jedem Fall werden die beiden Oppositionslisten den Interessen der Mutterer Bürger auch weiterhin im Rahmen solcher Veranstaltungen Gehör verschaffen."

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