02.12.2017, 11:50 Uhr

"Schützenmesse" der k.u.k. Postmusik Tirol

Die k.u.k. Postmusik Tirol lädt zum Jahresabschlusskonzert am 8. Dezember in Innsbruck.

Traditionskapelle würdigt beim Jahresabschlussgottesdienst das Wirken von Anton Erich Kratz.

Die k.u.k. Postmusik Tirol würdigt anlässlich der traditionellen Jahresschlussmesse mit der Aufführung der „Schützenmesse“ im Rahmen des Festgottesdienstes das kompositorische Schaffen und den humanitären Mut des Tiroler Komponisten und engagierten Kämpfers für die Menschenrechte, Anton Erich Kratz. Der Gottesdienst beginnt am Freitag, dem 8. Dezember, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Petrus Canisius (Santifallerstraße 5) in Innsbruck.
Anton Erich Kratz wuchs in Innsbruck auf. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Wien und Innsbruck. 1936 trat er erstmals mit der Aufführung eines eigenen Werkes in die Öffentlichkeit. Bis 1953 war in Hall als Klavierlehrer und Leiter von Chören und Orchestern tätig. In dieser Zeit leitet er auch den Kirchenchor Absam.
1953 wandert er nach Südafrika aus und wird dort sehr bald ein viel beachteter Chor- und Orchesterleiter. 1964 begegnet er in Lambarene Albert Schweitzer, bei dem er Orgelunterricht erhält. Bald beginnt sein Engagement gegen die damalige Apartheid-Politik in Südafrika. Er setzt sich vehement gegen die Ungerechtigkeiten ein und muss deshalb 1968 fluchtartig das Land verlassen und nach Österreich zurückkehren.
1969 veröffentlicht er das Buch „Und dann bist du tot! – Südafrikanische Notizen“. Darin beschreibt er eindrucksvoll das riesige humanitäre Unrecht, das die Apartheid-Politik verursacht. Leider wird er kaum gehört.
Kratz arbeitet bis zu seinem Lebensende als Musikpädagoge und komponiert in seiner ganz eigenständigen Tonsprache vor allem Werke für Blasorchester, darunter die Schützenmesse. 1980 stirbt er in Steinach am Brenner.
Kapellmeister Dr. Werner Mayr: "Die k. und k. Postmusik möchte mit der Aufführung nicht nur wunderschöne Musik zum Erklingen bringen, sondern auch an einen Menschen erinnern, der sich mutig für die Rechte von Benachteiligten und Unterdrückten einsetzte und so als Vorbild gelten kann."
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