Kunst "maid in Maria Anzbach"
Die Person hinter der Frau erkennen

Jolanda Richter
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"Um die Person hinter der Frau" geht es der in Maria Anzbach lebenden Malerin Jolanda Richter. Mit den BEZIRKSBLÄTTERN  sprach sie über Ihren Weg zur Malerei, die Position als Frau in der Kunst und wie sie den "Lockdown" erlebte.

MARIA ANZBACH. Seit 1999 lebt und arbeitet Jolanda Richter in Maria Anzbach als freischaffende Künstlerin. Ihre Bilder, die sie von den USA über Australien bis Japan ausgestellt hat, sind eine Hommage an die Empathie. Eigentlich war der berufliche Weg schon eingeschlagen, als ihr der Cello-Professor and der Musikalischen Universität in Wien offenbarte, dass er, wenn er so malen würde wie sie, sein Cello in die Ecke stellen würde. Er war es auch, der sie darin bestärkte, die Akademie für Grafik und Angewandten Kunst zu machen. Nach dem Abschluss teilte sie sich mit einem Künstlerkollegen ein Haus in Maria Anzbach. 20 Jahre später möchte sie das Leben am Land nicht mehr missen. "Ich brauche die Natur, den Abstand und es ist wunderschön hier." Das Atelier in ihrem Altbauhaus mit einer Raumhöhe von acht Metern ist einer jener beeindruckenden Orte, an dem man auf der Schwelle in eine gediegene Welt der Kunst eintritt. Es ist der Ort, wo sie sich sieben Tage in der Woche dem Ausdruck der Persönlichkeit ihrer Protagonisten widmet. Als "Wiener fantastischer Realismus" wird bei Lauditionen gesprochen, wenn ihr Stil beschrieben werden soll.

"Ich weiß vorher genau, was ich malen möchte. Ich sehe es allerdings dreidimensional in einer Szene. Die Herausforderung ist, es in die Zweidimensionalität zu bringen. Die Szenen von denen sie spricht, haben einen sakralen Charakter, kombiniert mit einer Leichtigkeit des Schwebens. Den schwebenden Zustand empfinde ich als den ureigensten des Menschen. Die Darstellung von Vögeln drücken dies dort aus, wo es dem Menschen vorenthalten bleibt."

Identifikation mit anderen und das Bedürfnis, Gefühlszustände zu verstehen, weckten ihr frühes Interesse an Psychologie, Philosophie und Religion. "Diese Disziplinen führen zu den Bedürfnissen der Menschen zu mehr Verständnis und letztendlich zu mehr Mitgefühl. Wichtig ist mir, die Person mit ihrem Seelenleben hinter der Frau sprechen zu lassen, die Emotion zu zeigen und auch Empathie beim Betrachter auszulösen.", so Richter. Wie es ihr als Frau in der Branche geht?

"Es gibt mehr männliche Sammler und auch Maler. Interessant ist, dass auch Frauen lieber Bilder von Männern kaufen. Es gibt ein unterbewusstes Vorurteil, dass Männer etwas besser können. Es hat sich sicher schon vieles verändert, aber in einer langsamen Welle. Es sollte einfach nur auf gute Kunst geachtet werden, egal von wem. Die Veränderungen müssen zuerst in den Köpfen geschehen, dann zeigt es sich auch im Alltag."

Auswirkungen von Corona

Meine Bilder sind derzeit in der Flachau und in der "Bakerhous Gallery" in Graz ausgestellt. Um die entfallene Vernissage, als wichtiger Teil des Verkaufes, ist es sehr schade. Ich hatte Gott sei Dank genügend Aufträge, aber überrascht war ich über den Umgang mit Künstlern. Die Kommentare in den sozialen Medien "Na sollen sie mal arbeiten gehen oder einem geregelten Leben nachkommen", haben mich betroffen gemacht. Ich glaube, es gibt ein falsches Bild von Künstlern.
Hinter jedem Film, der im "Lockdown" angesehen wurde, standen Künstler und Beschäftigte der Kunstbranche. Jedes Lied, jedes Computerspiel, jedes Buch, jedes Möbelstück, hinter allem steckt ein künstlerischer Beitrag."

Autor:

Karin Kerzner aus Wienerwald/Neulengbach

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