01.08.2018, 08:23 Uhr

Unfälle: So wird der Wienerwald noch sicherer

Auf der B19 in der Region Wienerwald kracht es oft, aber 2018 bislang ohne Todesfall.

Unsere Region versucht aktiv, die Anzahl der Verkehrsunfälle zu minimieren. In den vergangenen fünf Jahren starben im Bezirk St. Pölten Land 23 Menschen im Straßenverkehr.

REGION WIENERWALD/NEULENGBACH (mh). Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Niederösterreichs Bezirken während der letzten fünf Jahre verglichen. Trauriger Spitzenreiten ist der Bezirk Baden mit 53 Verkehrstoten. Der Bezirk Gmünd verzeichnet mit acht Vehrkehrsopfern seit 2013 die wenigsten Todesfälle im niederösterreichweiten Vergleich. Der Bezirk St. Pölten Land liegt mit 23 Verkehrstoten im Mittelfeld. Die Hauptunfallursachen von tödlichen Verkehrsunfällen sind laut VCÖ zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. "Durch verstärkte Tempokontrollen, die Reduzierung der hohen Toleranzgrenzen beim Überschreiten von Tempolimits auf Schweizer Niveau sowie die Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem kann die Verkehrssicherheit erhöht werden", heißt es vom Verkehrsclub Österreich.

Unfall-Hotspot B19

Eindeutiger Unfall-Hotspot im Einsatzgebiet der Polizeiinspektion Neulengbach ist die B19. "Im Jahr 2018 kam es bislang zu 13 Verkehrsunfällen mit Personenschäden und vier Verkehrsunfällen mit Eigenverletzung, wobei kein Todesfall vorgekommen ist", sagt Bezirksinspektorin Helga Pasteiner auf Anfrage der Bezirksblätter. "Davon haben sich acht Unfälle auf der B19 ereignet, wobei fünf Unfälle im Stadtgebiet Neulengbach, ein Unfall in St. Christophen und zwei Unfälle im Gemeindegebiet von Asperhofen waren."

Westautobahn und A21

Insgesamt betrachtet weist die Westautobahn in der Region Wienerwald/Neulengbach die größte Unfallhäufung auf. "Wir haben vor allem bei Regen in unserem Bereich einige Hotspots, beispielsweise kurz vor dem Parkplatz Kesselhof bei Kirchstetten", heißt es von der Autobahnpolizei Altlengbach. "Dort steht jetzt ein Hinweiszeichen, dass auf Gefahr bei Nässe aufmerksam macht." Hauptursache für viele Unfälle ist laut Autobahnpolizei die zu lange Fahrzeit vieler privater Verkehrsteilnehmer. "Manche fahren zwölf Stunden oder mehr durch und dann kommt es zum Sekundenschlaf. Urlauber sollten rechtzeitig Pause machen, alle zwei oder drei Stunden hinausgehen, frische Luft schnappen und den Kreislauf wieder in Bewegung bringen."

Zur Sache

Anzahl Verkehrstote im 5-Jahreszeitraum 2013 bis 2017:

Niederösterreich gesamt: 569 Verkehrstote
Bezirk Baden: 53 Verkehrstote
Bezirk Gänserndorf: 43 Verkehrstote
Bezirk Neunkirchen: 42 Verkehrstote
Bezirk Amstetten: 40 Verkehrstote
Bezirk Melk: 36 Verkehrstote
Bezirk Mistelbach: 31 Verkehrstote
Bezirk Wr. Neustadt Land: 31 Verkehrstote
Bezirk Hollabrunn: 28 Verkehrstote
Bezirk Scheibbs: 28 Verkehrstote
Bezirk St. Pölten Land: 23 Verkehrstote
Bezirk Bruck an der Leitha: 22 Verkehrstote
Bezirk Zwettl: 21 Verkehrstote
Bezirk Tulln: 19 Verkehrstote
Bezirk Mödling: 18 Verkehrstote
Bezirk Korneuburg: 15 Verkehrstote
St. Pölten Stadt: 13 Verkehrstote
Bezirk Lilienfeld: 13 Verkehrstote
Wr. Neustadt Stadt: 12 Verkehrstote
Bezirk Horn: 12 Verkehrstote
Bezirk Waidhofen / Thaya: 10 Verkehrstote
Bezirk Krems Land: 9 Verkehrstote
Krems Stadt: 8 Verkehrstote
Bezirk Gmünd: 8 Verkehrstote
Waidhofen/Ybbs Stadt: 1 Verkehrstoter

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2018

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