15.03.2016, 09:18 Uhr

Öffnung der Forststraßen gefordert: Mit dem Bike durch den Wald

(Foto: Machtinger)

Während sich der Forstverein gegen eine Öffnung der Forststraßen für Biker ausspricht, setzen sich die Naturfreunde genau dafür ein.

Im Forstgesetz wird geregelt, dass jedermann den Wald zu Erholungszwecken betreten darf. Fahren und Reiten im Wald sind nur mit Erlaubnis des Waldeigentümers bzw. Forststraßenerhalters gestattet.

Qualität in Gefahr
Der Forstverein sieht die Sicherheit und Qualität des Waldes als Erholungsraum für alle durch eine Öffnung gefährdet. Er ist der Überzeugung, eine Öffnung sei kein zukunftsfähiger Weg für ein gutes Miteinander.
Mit dem derzeit geltenden Forstgesetz sieht der Forstverein die Bedürfnisse aller Nutzer, der Wildtiere und des Naturschutzes berücksich-tigt.

Öffnung gefordert
Unberücksichtigt bleiben jedoch, zumindest bei einem großen Teil des Wegenetzes, die Radfahrer. Denn Radfahren im Wald ist nur auf dafür genehmigten und gekennzeichneten Routen erlaubt. Von österreichweit 120.000 Kilometern Forststraßen bleibt nur ein geringer Teil für die Nutzung übrig. Deswegen setzen sich die Naturfreunde für eine Öffnung ein. Sie sehen den Schutz des Waldes durch eine Freigabe nicht gefährdet.

Wald ist Arbeitsplatz
Die Naturfreunde sind überzeugt, dass Radfahrer Waldarbeiten bzw. die Holzbringung nicht stören. Bei Holzarbeiten und anderen Arbeiten auf Forststraßen werden diese ohnehin gesperrt – wie auch jetzt schon für Wandernde.

Nicht querfeldein
Die Naturfreunde distanzieren sich von querfeldein fahrenden Bikern und rücksichtslosem Verhalten. „Die Fair-Play-Regeln für Radfahrer sind in unseren Ausbildungen fix verankert und bilden den Grundstein einer jeden Naturfreunde-Radtour! Eine generelle Öffnung der Wälder für Radfahrer unterstützen wir dezidiert nicht“, so der Vorsitzende der Naturfreunde Österreich Andreas Schieder. Doch neben Jägern, Förstern, Wanderern und Arbeitern samt schweren Holzbringungsfahrzeugen stören Radfahrer weder Wild noch andere Nutzergruppen.

Natur im Vordergrund
Astrid Eisenkopf gibt sich in der Frage nach der Öffnung der Forststraßen für Radfahrer zurückhaltend. Für die Landesrätin stehen jedenfalls Natur und Umwelt im Vordergrund: „Das hat natürlich Priorität. Für eine Öffnung bedarf es auch bundesgesetzlicher Adaptierungen. Es muss ein Zusammenspiel zwischen Ökologie, Forst und Wild gegeben sein, Natur und Umwelt dürfen nicht akut betroffen sein.“
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Christine Draganitsch aus Eisenstadt | 15.03.2016 | 10:47   Melden
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