20.09.2016, 14:02 Uhr

Gmünder Gemeinden im Kampf gegen die Atomkraft

izeBgm. Manfred Zeilinger (Hoheneich), Bgm. Christian Grümeyer (Hoheneich), E&UGR Erich Müllner (Heidenreichstein), gfGR Klaus Stebal (Großschönau), Bgm. Johann Weissenböck (Großdietmanns), VizeBgm. Franz Hinker (Großdietmanns), EB Ing. Andreas Weber (Amaliendorf-Aalfang), EB Markus Lair (Großdietmanns), Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, EGR Johannes Weigl (Großschönau), Dr. Herbert Greisberger (Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ), EB Martin Zizka (Weitra), Bgm. Raimund Fuchs (Weitra). (Foto: NLK J.Burchhart)
BEZIRK. Der Landtagssaal in St. Pölten war Schauplatz von Niederösterreichs größtem kommunalen Fachtag, dem „Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag“. Unter dem Motto „Energiewendeland Niederösterreich. Global denken – Lokal handeln“ holten sich VertreterInnen der Kommunalpolitik Impulse für eine nachhaltige Energiezukunft.
Niederösterreich hat mit Ende letzten Jahres ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Energiewende erreicht: Der gesamte Strombedarf mit Strom aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Dieses Etappenziel ist entscheidend um fossile Brennstoffe und die Atomkraft weiter zurückzudrängen, wie Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in seiner Eröffnungsrede betonte. „Niederösterreich deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energieträgern, nicht zuletzt dank dem großen Einsatz der Gemeinden. Das ist letztendlich der glaubwürdigste Beweis gegen die Atomkraft“ so Pernkopf.
„Tschechien möchte das AKW Dukovany um zwei weitere Reaktoren ausbauen. Im aktuellen UVP-Verfahren bringen das Land, die Gemeinden und tausende Bürgerinnen und Bürger dazu viele kritische Stellungnahmen ein. Und alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher können mit ihrer Unterschrift mithelfen. Je mehr Unterschriften unter www.energiebewegung.at, desto stärker das Signal gegen die Atomkraft und für eine europäische Energiewende“, ruft Pernkopf auf.
Aufgrund der geografischen Nähe - Dukovany befindet sich nur 32 Kilometer von der Österreichisch-Tschechischen Staatsgrenze entfernt - würde Niederösterreich im Fall eines schweren Unfalls des bereits bestehenden Atomkraftwerks mit hohen Strahlungsdosen belastet. Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ: „Die Stellungnahme zur internationalen Umweltverträglichkeitsprüfung weist auf die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich hin. Weitere kritische Punkte sind die fehlenden Sicherheitsreserven bei Erdbeben sowie die Haftungsfrage und die Endlagerung“.

Alle – bis 23. September auf www.energiebewegung.at oder am Gemeindeamt unterschriebenen Stellungnahmen – werden gesammelt den tschechischen Behörden übermittelt.

Auf der Webseite www.energiebewegung.at finden Sie die Stellungnahme zum UVP-Verfahren zum Downloaden sowie weitere Informationen.
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