03.07.2016, 15:00 Uhr

Neues Konzept für die "Galerie im Palais"

"Die Galerie und die Veranstaltungen ergänzen sich sehr gut" freuen sich Alois M. Wienerroither und Eberhard Kohlbacher
Wien: W&K |

Die Galeristen Alois M. Wienerroither und Eberhard Kohlbacher hauchen dem Palais Schönborn-Batthyany in der Renngasse 4 wieder neues Leben ein.

INNERE STADT. Seit 1997 ist die Galerie W&K ein fester Bestandteil der Kunstszene in Wien. Nach Erweiterungen der Ausstellungsfläche in der Strauchgasse, sind nun auch die Räume des Palais Schönborn-Batthyany dazugekommen: "Wir haben uns dazu ein neues Konzept überlegt. Wir bieten diese Räumlichkeiten als Kooperation für Veranstaltungen an. Die Räume können gemietet werden, während die Ausstellungen daneben bestehen bleiben. Somit ergibt sich ein besonderes Ambiente für Präsentationen oder Feiern", erzählt Wienerroither.

Aktuell ist der Künstler Günther Uecker zu betrachten. Dessen kräftige Arbeiten mit Splittern, Rissen und Nägeln kommen in den alten Räumen des Palais besonders zur Geltung. "Gerade die moderne Kunst erzielt an diesem Ort eine besondere Wirkung. Unsere Gäste stellen dies auch immer wieder begeister fest", so Kohlbacher über das Zusammenspiel aus hohen Räumen mit Seidentapeten und neuartigen Kunstwerken.

Forum für Kunst nach 1945

Im Palais Schönborn-Battyany sollen zukünftig viele verschiedene, sowohl österreichische als auch internationale, Künstler ausgestellt werden, erzählt Galerist Wienerroither. "Wir haben uns auf Kunst nach '45 spezialisiert und hier auch Kooperationen mit großen Galerien auf der ganzen Welt. Ein gewisser kommerzieller Aspekt schwingt natürlich immer mit, da wir als Galerie keine Subventionen bekommen. Auch wenn die neuen Räumlichkeiten wie ein Museum wirken, worauf wir schon sehr stolz sind."

Bei den geplanten Veranstaltungen im Palais geht es darum, erwerbbare Kunstwerke einem neuen Publikum zuzuführen, die vielleicht vorher noch nie in einer Galerie waren. Die Gäste der Events können nebenbei durch die Räume gehen und sich die Ausstellungen ansehen. Auch auf diese Art können Kunstwerke verkauft werden: "Man kann hier von Laufkundschaft sprechen, wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn, weil die Veranstaltungen nicht öffentlich sind. Unserer Ansicht nach können wir so aber sehr viele unterschiedliche Menschen ansprechen und der Kunst näher bringen."

Im Moment hat man neben der Uecker Ausstellung drei Wiener Juweliere ins Palais geholt, die mit den eigenen Schmuckstücken eine weitere Synagie mit der Kunst eingehen, gerade weil man in solchen Räumlichkeiten keine Vitrinen und Schmuck erwartet. "Schöne und seltene Sachen ergänzen sich sehr gut. Und man sieht, wieviele verschiedene Bereiche es bei Schmuck gibt," erzählt Juwelier Maximilian Semler.

Mehr Informationen gibt es unter www.austrianfineart.com
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