24.06.2016, 22:41 Uhr

Osteoporose ist nicht zu unterschätzen

Referent Rudolf Gasser mit Moderator Dieter zur Nedden

M Mini Med informiert über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten bei Osteoporose und erklärt, wie man der „Knochenbruchkrankheit“ vorbeugen kann.

INNSBRUCK:
Am Dienstag widmete sich Minimed unter der Moderation von Dieter zur Nedden der Aufklärung einer weit verbreiteten, mit vielen möglichen Komplikationen verbundenen Krankheit. Rund 750.000 Menschen sind allein in Österreich betroffen, am häufigsten Frauen über 50 Jahre. Prof. Rudolf Gasser erklärt, dass man dann von Osteoporose spricht, wenn die Knochendichte durch übermäßigen Knochenabbau abnimmt. Knochen brechen dann bereits bei geringer Belastung mit der Folge chronischer Schmerzen bis hin zur Invalidität. Besonders häufig treten osteoporotische Knochenbrüche am Unterarm, am Wirbelkörper und an der Hüfte auf. Rudolf Gasser betont, dass man auch im jungen Alter der Osteoporose vorbeugen kann, und zwar durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium, Vitamin D, tierisches oder pflanzliches Eiweiß und basenreiche Nahrungsmittel sowie durch Vermeidung von Nikotin- und Alkoholabusus, durch Bewegung und durch Einhalten eines normalen Körpergewichtes.

Zur Sache:

In Bezug auf die Therapiemöglichkeiten von Osteoporose wurden in der Forschung viele Fortschritte gemacht. Es stehen mittlerweile Medikamente zur Verfügung, wie beispielsweise Bisphosphonate oder der Antikörper Denosumab, die den Knochenabbau hemmen oder Präparate wie Teriparatid (Parathormon), das die Knochenneubildung und damit den Knochenaufbau fördert. Schmerzen treten als Folge eines Knochenbruches auf und müssen ausreichend behandelt werden, was manchmal mit Nebenwirkungen behaftet ist. Neben der konservativen Osteoporosetherapie sind bei Knochenbrüchen häufig auch chirurgische Eingriffe notwendig.
Bei der Behandlung der Osteoporose steht jedoch die Vorbeugung von Knochenbrüchen im Vordergrund, einerseits durch Verbesserung der Knochenfestigkeit mit Medikamenten, andererseits durch Vermeidung von Stürzen, wozu regelmäßige körperliche Aktivität wesentlich beitragen kann.
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