06.06.2016, 14:34 Uhr

388 Beanstandungen bei Motorrad-Überwachungseinsatz

Beim Länderübergreifenden Sondereinsatz der Polizei zur Kontrolle des Motorradverkehrs in Tirol, Südtirol, Oberbayern, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten kam es zu 388 Beanstandungen. (Foto: Pixabay/DaveFirth)

Am Wochenende des 4. und 5. Juni kam es zu einem länderübergreifenden Sondereinsatz der Polizei. Bei der Kontrolle des Motorradverkehrs kam es insgesamt zu 388 Beanstandungen.

TIROL. Obwohl es kein typisches Motorradwetter war, führte die Polizei einen Sondereinsatz durch. Aufgrund des schlechten Wetters waren zwar relativ wenige Motorradlenker unterwegs, aber dennoch kam es zu zahlreichen Übertretungen. Der Einsatz fand länderübergreifend zwischen Tirol, Südtirol und Bayern statt. Auch in den benachbarten Bundesländern Kärnten, Vorarlberg und Salzburg wurde kontrolliert.

2016 verunglückten bereits vier Motorradlenker tödlich

Auch wenn es heuer noch kaum typische Motorradtage gab, verunglückten in Tirol bereits vier Motorradlenker tödlich, zahlreiche weitere zogen sich teilweise sehr schwere Verletzungen zu.
Häufige Unfallursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringer Abstand zum Vorausfahrzeug, Unachtsamkeit und Fahrfehler. Aber auch andere Fahrzeuglenker waren Unfallverursacher: Hier wurden die Motorradfahrer übersehen oder ihnen der Vorrang genommen.

Überwachungsergebnisse

Beim Sondereinsatz am vergangenen Wochenende waren die häufigsten Delikte Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überfahren von Sperrlinien, Missachtung von Überholverboten, das Kurvenschneiden und verschiedene weitere Delikte, wie beispielsweise technische Veränderungen, die zu einem unzulässigen Lärmpegel führten.

Ergebnisse Tirol
  • 190 Geschwindigkeitsdelikte
  • 69 sonstige Delikte
  • Insgesamt waren es 259 beanstandete Motorradlenker.

Besonderheiten
  • Bei mehreren Mopeds wurde manipuliert, die Lenker bekamen eine Anzeige und ein Überprüfungsantrag an die Behörde wurde gestellt.
  • 2 Motorradfahrer waren auf der B180 mit 119 km/h bei max. erlaubten 80 km/h unterwegs
  • Es kam zu einem Zusammenstoß zweier Mopeds, beide Lenker waren alkoholisiert.
  • Bei einem Unfall mit einem Leichtmotorrad wurde der Lenker schwer verletzt.

Ergebnisse Südtirol, Oberbayern, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg
  • 74 Geschwindigkeitsdelikte
  • 55 sonstige Delikte
  • Insgesamt waren es 129 beanstandete Motorradlenker.

Besonderheiten
  • In Bayern wird ein Lenker wegen Kennzeichenmissbrauchs dem Gericht angezeigt.
  • In Bayerwald ist ein Motorradlenker mit 115 km/h bei erlaubten 70 km/h unterwegs.
  • Drei Motorräder mussten wegen mangelhafter Technik aus dem Verkehr gezogen werden.

Auf Sicherheit achten

Die Polizei warnt nachdrücklich vor zu hohen bzw. nicht angepassten Geschwindigkeiten, riskanten Überholmanövern, Kurvenschneiden und Selbstüberschätzung. Diese Faktoren sind immer wieder Ursache für schwere Motorrad- und Mopedunfälle. Speziell bei Ausfahrten mit einspurigen Kraftfahrzeugen – aber auch generell im Straßenverkehr - kommt es vor allem auf eine angepasste Fahrweise, hohes Verantwortungsbewusstsein und auf ein besonderes Maß an Rücksichtnahme an.
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