09.07.2016, 12:25 Uhr

Gebet für Bagdad

Eine Gedenksekunde und Ansprachen: Gebet für den Irak, Gebet für Bagdad.
Innsbruck: Maria-Theresien-Straße |

Innsbruck/Irak. Zu einem Gedenkakt luden die Freedomseekers am 8. Juli zur Annasäule vor dem Innsbrucker Rathaus ein. Die Idee dazu hatte Mesut Onay's Lehrling Noor Mohsin, die selbst aus Basra (Irak) stammt und seit 9 Jahren in Tirol lebt.

"Danke für das Kommen. Ich bin stolz darauf, dass wir in einer Stadt leben, in der eine solche Veranstaltung möglich ist!" sagte der Freedomseeker und Innsbrucker Gemeinderat Mesut Onay nach den Statements von Vertretern aus Politik und Glaubensgemeinschaften zu den zwei letzten Anschlägen im Irak, denen nach einem jungen Iraker einmal über 300 und einmal über 70 Menschen zum Opfer fielen. Denn: "Das tut uns weh, wenn Menschen in Bagdad, in Syrien, im Mittelmeer oder sonstwo sterben. Ja, wir werden jedes Mal eine Gedenkveranstaltung machen." Damit kommt er der Aussage des Innsbrucker Stadtrates Gerhard Fritz nahe, der in seiner Begrüßung meinte: "Innsbruck ist eine Stadt des Friedens!"

Gedenken aber auch Zusammenarbeit


Aber: Hier kämen die Vertreter der verschiedenen Glaubensrichtungen in nicht nur zu traurige Gedenkveranstaltungen zusammen sondern stünden in einem ständigen, regen und friedlichen Austausch. Die Stellungnahmen der religiösen Vertreter betonten, dass der Terror mit Gläubigkeit oder Gottesfurcht absolut nichts zu tun hätten: "Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit", zitiert etwa der erste Imam der islamischen Glaubensgemeinschaft Tirols, Metin Ülgen, den Koran. Weitere Vertreter waren Mag. Olivier Dantine (evang. Superintendent), Regens Roland Buemberger (Diözese Innsbruck), Samir Redzepovic (bosnische Muslime) und Durmus Gamsiz, (Hizmet-Gemeinschaft). Die jüdische Gemeinschaft schickte krankheitshalber nur eine Grußbotschaft. Die Veranstaltung wurde von Kristina Förster von den Freedomseekers moderiert.

Im Gedenken an ALLE Opfer: "Jeder von uns ist ein Multiplikator, um den Geist dieser Veranstaltung in unseren Alltag hinein zu tragen und weiterzugeben", so rief Onay abschließend auf
0
1 Kommentarausblenden
1.032
Maria Mifka aus Telfs | 18.07.2016 | 15:00   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.