08.03.2016, 09:03 Uhr

Koatlackn: Wirbel um "Aktion scharf"

2,62 Meter Platz wären neben dem gestraften Pkw noch gewesen. Aus Sicht der MÜG ist dieser Abstand jedoch "irrelevant". (Foto: Cincelli)

Mehrere Strafzettel der MÜG gegen Anrainer lassen in der St. Nikolaus die Wogen hochgehen.

Vergangene Woche staunten die Bewohner der St. Nikolausgasse nicht schlecht. In der Gasse, in welcher sie teils seit Jahrzehnten unbehelligt parken, wurden plötzlich Strafzettel verteilt – auch auf jene Fahrzeuge, die mit einer Anwohnerparkkarte versehen sind. 21 Euro binnen zwei Wochen oder eine Anzeige folgt. "Seit mehr als 40 Jahren parke ich hier ohne Probleme. Jetzt plötzlich wird man bestraft? Ich bezahle ja ohnehin schon für die Parkkarte", ärgert sich etwa Dane Jurisic, einer der betroffenen Anwohner. Zudem kann sich Jurisic den Grund für den Strafzettel nicht erklären. Angeblich habe er nicht genug Platz für die Fahrbahn gelassen (2,60 Meter). Eine Messung mit einem Maßband ergab aber, dass noch 2,62 Meter Platz neben seinem Pkw waren.

"Müllauto behindert"
"Die exakte Breite ist in diesem Fall nicht relevant", erläutert MÜG-Chef Elmar Rizzoli. "Wir waren vor Ort, weil uns die IKB verständigt haben, dass ihre Fahrer mit dem Müllwagen nicht vorbei kommen. Demnach mussten wir alle Fahrzeuge, die außerhalb von gekennzeichneten Parkplätzen stehen, abstrafen", erläutert Rizzoli.
Mit "Abzocke" habe dies jedoch nichts zu tun: "Wir wissen, dass dort die Anrainer parken und ahnden dies im Normalfall auch nicht. Wenn jedoch eine telefonische Verständigung kommt, müssen wir tätig werden. Alles andere wäre ein klarer Amtsmissbrauch!"
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Mag. Monika Himsl aus Innsbruck | 08.03.2016 | 18:24   Melden
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Siegfried Larcher aus Innsbruck | 10.03.2016 | 13:37   Melden
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Mag. Monika Himsl aus Innsbruck | 12.03.2016 | 11:31   Melden
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