25.07.2016, 12:14 Uhr

Neues Arbeitsboot für Umwelt- und Abfalltaucher

(v.l.): Matthias Zitterbart und Martin Klingler von der Firma DAKA, LHStv Josef Geisler, Dietmar Renn und vorne hockend Peter Priewasser, die beiden Umwelt- und Abfalltaucher. (Foto: Land Tirol/Entstrasser-Müller)

Jährlich holen Tirols Umwelttaucher 1,5 Millionen Tonnen Müll aus Tirols Seen. Mit einem neuen Arbeitsboot soll die Arbeit erleichtert werden.

TIROL. Tirols Umwelt- und Abfalltaucher haben ein neues Arbeitsboot. Damit wird ihre Arbeit - Reinigung der Seen, Bestandsaufnahmen, Gebäudekontrollen, etc. - erleichtert.

Reinigung von Seen durch Umwelt- und Abfalltaucher

In den Tiroler Seen findet sich der unterschiedlichste Müll. Es finden sich Autobatterien genauso wie Plastikreifen. Auffallend ist, dass immer mehr Plastik in den Tiroler Seen und Flüssen landet, so Dietmar Renn, Obmann der Österreichischen Umwelt- und Abfalltaucher. Jährlich sammeln die acht aktiven Mitglieder der Österreichischen Umwelt- und AbfalltaucherInnen rund 1,5 bis 2 Tonnen Müll aus den Tiroler Seen. Der gefundene Müll wird im Anschluss von der Firma Daka unentgeltlich und fachgerecht entsorgt.

Aufgaben der Umwelt- und Abfalltaucher

Neben der Reinigung der Seen übernehmen die Umwelt- und AbfalltaucherInnen auch weitere Aufgaben. Wenn es notwendig ist, kontrollieren sie Gebäude, die nur über das Wasser erreicht werden können. Weiters kümmern sie sich um Fischbestandsaufnahmen und Probeentnahmen. Auch bei Hochwassereinsätzen und sonstigen Assistenzeinsätzen kann das neue Boot der Umwelt- und Abfalltaucher eingesetzt werden.

Das Land Tirol unterstützt die TaucherInnen

Das Land Tirol unterstützte die Umwelt- und AbfalltaucherInnen beim Ankauf des neuen Arbeitsbootes. „Tirols Seen und Badegewässer zeichnen sich durch beste Wasserqualität aus. Die Umwelt- und Abfalltaucher leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Sie kümmern sich intensiv um die Reinhaltung der Seen“, so LHStv Josef Geisler, der in Tirol für die Wasserwirtschaft zuständig ist. Neben der Reinhaltung der Gewässer unterstützen die TaucherInnen das Land Tirol wiederum bei der Gewässeraufsicht und Badegewässerüberwachung.

Das neue Arbeitsboot

Das neue Arbeitsboot ist am Achensee stationiert. Dietmar Renn schätzt, dass mit diesem Boot rund ein Viertel mehr Müll aus den Seen geholt werden kann. Das Boot würde dabei helfen auch an schwer zugängliche Gebiete heranzukommen.
Die Umwelt- und AbfalltaucherInnen in Tirol absolvieren rund 1.100 Arbeitsstunden pro Jahr.
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