08.07.2016, 14:21 Uhr

2.378 Kinder im Bezirk in Tagesbetreuung

LRin Beate Palfrader und LR Johannes Tratter wollen die Betreuungssituation sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. (Foto: Land Tirol/Pidner)

Bezirk Kitzbühel verzeichnet tirolweit größten Zuwachs bei schulischer Tagesbetreuung

BEZIRK KITZBÜHEL. Die Zahlen der 154 Seiten umfassenden Statistik der Kinderbetreuungseinrichtungen in Tirol 2015/2016 zeigen: Aktuell sind 3.700 Kinder mehr als vor fünf Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen untergebracht. Auch die Betreuungsangebote wurden hinsichtlich Öffnungszeiten und Nachmittagsbetreuung weiter ausgebaut. „Diesen positiven Weg setzen wir auch in Zukunft fort“, betonen Bildungs- und Familienlandesrätin Beate Palfrader sowie Gemeindereferent Johannes Tratter unisono.

Tagesbetreuung in Schulen ausgebaut

Derzeit sind 94 Tiroler Gemeinden mit mehr als 2.000 EinwohnerInnen zu 100 Prozent mit Kindergärten, zu 88 Prozent mit Kinderkrippen und zu 47 Prozent mit Horten ausgestattet. Im Bezirk Kitzbühel sind derzeit 2.378 Kinder in einer Tagesbetreuung. Konkret sind 1.384 Kinder in 26 Kindergärten, 453 Kinder in 21 Kinderkrippen, 233 Kinder in neun Horten, 18 Kinder in zwei Spielgruppen betreut, 49 Kinder werden von zwölf Tageseltern betreut und 241 Kinder besuchen die schulische Tagesbetreuung an zehn Standorten. Das sind 281 betreute Kinder mehr als vor sechs Jahren. In den vergangenen sechs Jahren hat sich überdies die Zahl der Schulstandorte mit Tagesbetreuung verzehnfacht, die Zahl der betreuten Kinder ist von sechs auf 241 und damit um das Vierzigfache gestiegen. Außerdem können im Bezirk Kitzbühel seit 2009/2010 insgesamt 108 Hortkinder mehr betreut werden.

Freie Plätze stehen zur Verfügung

In Tirol wurden seit 2007/2008 insgesamt 5.542 neue Betreuungsplätze geschaffen. 93 % der Drei- bis Fünfjährigen sind in Kinderbetreuungseinrichtungen eingeschrieben. In den Kindergärten stehen in Tirol derzeit 2.613 freie Plätze zur Verfügung. In den Kinderkrippen sind es 416 und in den Horten 231. Die Erwerbstätigkeit (Voll- und großteils Teilzeit) der Mütter aller eingeschriebenen Kinder beträgt in den Kindergärten 63,8 %, in den Kinderkrippen bzw. Kindergruppen 75 % und in Horten 84,1 %.

Gemeinden als wichtige Partner

Die ganzjährige, flächendeckende und wohnortnahe Kinderbetreuung sei besonders wichtig, sagt LR Tratter: „Bei kostenintensiven Infrastrukturprojekten, wie dem Ausbau der Kinderbetreuung, setzen schon jetzt viele Gemeinden auf regionale Zusammenarbeit. Auf diese Weise können auch Familien, die in sehr kleinen Gemeinden im ländlichen Raum leben, an der gesellschaftlichen Weiterentwicklung teilhaben.“
Die Statistik der Kinderbetreuungseinrichtungen wird seit 1972 jährlich von der Tiroler Landesstatistik veröffentlicht. Die Publikation ist unter www.tirol.gv.at/statistik-budget/statistik/publikationen kostenlos abrufbar.
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