03.06.2016, 08:44 Uhr

Das große Bangen um einen Olympia Startplatz

Lisi Osl bangt um den Startplatz bei den Olympischen Spielen (Foto: Weschta)

Die ersten drei Mountainbike Weltcuprennen sind für die Kirchbergerin Lisi Osl Geschichte. Ob es für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio reicht, bleibt fraglich.

KIRCHBERG. Perfekt vorbereitet, hoch motiviert und voller Zuversicht ging Osl beim ersten Cross-Country-Weltcuprennen im australischen Cairns an den Start. Die komplette Vorbereitung war darauf ausgerichtet in Top-Form zu sein.
Bis zwei Kilometer vor dem Ziel des Rennens konnte Osl ihre gute Vorbereitung bestätigen, jedoch hatte sie in der letzten Abfahrt – auf Platz 15 liegend – eine Reifenpanne und verlor dadurch viel Zeit und einige Platzierungen. Am Ende landete sie auf dem 21. Rang, mit welchem sich Osl zunächst enttäuscht zeigte: „Ich weiß, dass ich eine Top Platzierung, viele Punkte und eine gute Startposition für die nächsten Rennen verloren habe. Leider ist mit diesem Ergebnis auch der Startplatz für die Olympischen Spiele in Rio in Gefahr.“


Kleiner Hoffnungsschimmer für Olympia

Die Kirchbergerin konnte jedoch auch ein positives Fazit ziehen: „Ich habe mich sehr gut gefühlt, war technisch gut unterwegs und konnte ein konstantes und solides Rennen fahren. Das Ergebnis hätte dieses Gefühl untermauert.“
Mit steigendem Druck, vielen negativen Gedanken im Kopf und der damit verbundenen fehlenden Lockerheit reiste Osl mit dem Nationalteam zur Europameisterschaft nach Schweden. Ein Rennen zum Vergessen, welches sie leider nicht beenden konnte.
Auch der anschließende Weltcup in Albstadt / Deutschland verlief für die Heeressportlerin nicht wie erhofft. Osl beendete das Rennen sehr unzufrieden und verunsichert auf einem enttäuschenden 46. Platz: „Leider haben die österreichischen Frauen momentan keinen Startplatz für Olympia. Es besteht noch ein kleiner Hoffnungsschimmer, sollte eine andere Nation ein Startrecht nicht wahrnehmen. Andererseits gestehe ich mir aber auch ein, dass ich mich mit meiner momentanen Leistung de facto nicht für Rio empfohlen habe. Jetzt heißt es erst einmal abwarten und am nächsten Wochenende in La Bresse noch mal alles geben!“

Bei Sonnenschein aber schlammigen Bedingungen fand das dritte Weltcuprennen in La Bresse in Frankreich statt. Am Ende eines technisch schwierigen Rennens stand als Ergebnis ein 20. Platz zu Buche, welcher Lisi Osl zufrieden und erleichtert stimmte: „Der 20. Rang mag zwar nicht so überragend klingen, aber die Konkurrenz bei den Damen rückt immer enger zusammen. Für mich war besonders wichtig, dass ich mich wieder gut gefühlt habe und endlich wieder gegen die anderen Mädels und nicht gegen mich selbst ein Rennen fahren konnte. Mein großer Dank gilt dem gesamten Ghost Factory Racing Team und allen Sponsoren, die immer sensationelle Arbeit leisten und mich toll unterstützen“.
Mit diesem Ergebnis in La Bresse blickt Osl nun zuversichtlich und mit einem guten Gefühl in die anstehende kurze Weltcuppause. Voller Motivation startet die Mountainbikerin in einen wichtigen Trainingsblock mit ein paar kleineren Rennen, unter anderem ihrem Heimrennen „KitzAlpBike“. Weitere Höhepunkte sind dann die Weltmeisterschaften Anfang Juli in Nove Mesto/Tschechien und gleich darauf der Weltcup in Lenzerheide/Schweiz. „Ich freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben, insbesondere natürlich auf mein Heimrennen, dem „KitzAlpBike“ und ich werde vor heimischen Publikum wie immer mein Bestes geben“, blickt Osl motiviert und optimistisch auf die nächsten Wochen.
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