12.10.2016, 06:30 Uhr

Gotschuchenbach für Unwetter gerüstet

Glücklich über die abgeschlossene Verbauung des Gotschuchenbaches: Bürgermeister Lukas Wolte (Foto: KK)

Die Verbauung des Gotschuchenbaches ist abgeschlossen. Das wird am Freitag gefeiert. Die Maßnahme hat sich heuer bereits bewährt.

ST. MARGARETEN (vp). Ein nicht vorhersehbares Ereignis, also eine Naturkatastrophe wie etwa Hochwasser, kann jede Region, jede Gemeinde treffen. Das wurde uns Kärntnern im heurigen Sommer wieder einmal deutlich vor Augen geführt. In St. Margareten sorgt man in diesem Bereich bereits seit dem Jahr 2006 vor. "Da gab es im Rahmen eines anderen Projekts ein erstes Gespräch mit einem Sachverständigen, was den Gotschuchenbach betrifft. Im Jahr 1996 gab es hier ein großes Hochwasser, wobei zwei Brücken weggerissen wurden", erzählt Bgm. Lukas Wolte.

Naturnahe Verbauung

Eine Studie wurde in Auftrag gegeben und diese ergab, dass Verbauungs-Maßnahmen notwendig sind. 2012 startete die umfangreiche Projektierung, 2014 der Bau, der nun nach drei Jahren Bauzeit im August abgeschlossen wurde.
Errichtet wurde ein großes Retentionsbecken im oberen Bereich des Baches, die gesamte Böschung des Gotschuchenbaches wurde naturnah verbaut und fünf neue Brücken wurden geschaffen, da die optimale Durchfluss-Höhe nicht gegeben war.

100.000 Euro jährlich

Ein Großprojekt für die ländliche Gemeinde. Wolte: "Rund 1,5 Millionen Euro wurden in die Wildbachverbauung investiert - finanziert von Bund, Land und Gemeinde. Unser Teil beträgt rund 400.000 Euro. Über vier Jahre sind das jährlich rund 100.000 Euro, weshalb andere Projekte etwas zurückgestellt werden mussten und müssen. Aber jetzt ist ganz Gotschuchen geschützt."

Schutz hat sich bewährt

Dass dieser Schutz funktioniert, zeigte sich bereits zwei Wochen nach Abschluss der Bauarbeiten im August, als es im Rosental heftige Unwetter gab. "Da haben sich die Maßnahmen bereits bewährt, das haben auch Anrainer bestätigt", so Wolte. "Nach dem Unwetter gab es eine Begehung. Kleinere Schäden müssen repariert werden."

Zweiter Bach untersucht

Auch ein zweiter Bach in St. Margareten wird im Hinblick auf Hochwasserschutz untersucht - der Kowatsch-Bach. "Hier ist allerdings nur ein Wohnobjekt betroffen", schließt Wolte.

Feier zum Abschluss der Verbauung des Gotschuchenbaches

Termin: Freitag, 14. Oktober, um 14 Uhr beim ehemaligen Gasthaus Brückenwirt in Gotschuchen (Eishütte).
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