20.04.2016, 16:12 Uhr

Erneuter Umsatzrekord für Gartengerätehersteller Viking

Marketing- und Verkaufsleiter Wolfgang Simmer, Geschäftsführer Peter Pretzsch und Prokurist Josef Koller (v.l.).

Akku-Fertigung für Stihl und Innovationssegment Robotermäher bescherten Viking 2015 acht Prozent Umsatzsteigerung auf 193.934.200 Euro.

LANGKAMPFEN (nos). Die jährliche Bilanzpressekonferenz im Schaftenauer Werk lieferte ein schon traditionelles Bild des heimischen Gartengeräteherstellers Viking: Umsatz (+8%), Bilanzsumme (+11%), Eigenkapital (+1%) und Mitarbeiterstand (+23) sind, wie schon in den Vorjahren, wieder gestiegen.

Akku-Fertigung als Wachstumsmotor

2015 war "wiederum gefüllt mit vielen guten Nachrichten für unser Unternehmen", erklärte Viking-Geschäftsführer Peter Pretzsch am Dienstag, dem 19. April.
"Wir haben die gesteckten Ziele recht gut erreicht."

193.934.200 Euro Umsatz konnte sein Unternehmen im Jahr 2015 verbuchen, das sind um rund acht Prozent mehr, als im Vorjahr. Mit Blick auf die vergangenen sechs Jahre konnte Viking den Umsatz sogar um satte 75 Prozent (damals 110,5 Mio. Euro) steigern. Dafür hauptverantwortlich ist die Akkufertigung für Konzernmutter Stihl, die seit 2009 in Schaftenau für den Weltmarkt produzieren lässt. Damit kann der Gartengerätehersteller die saisonbedingten Schwankungen im Gartengerätemarkt ausgleichen und konnte "die Position als attraktiver und solider Arbeitgeber weiter festigen", wie Pretzsch betonte. 373 Mitarbeiter zählt man mittlerweile im Werk in Schaftenau, 2014 waren es 350, im Jahr 2010 noch 268.

Die Bilanzsumme stieg im Vorjahresvergleich um rund elf Prozent, das sind 13 Millionen Euro, auf 124,6 Millionen Euro. Auch die Eigenkapitalquote stieg weiter an, auf aktuell 65 Prozent, also 81,455 Millionen Euro.
Unverändert hoch blieb auch 2015 der Exportanteil unter den Viking-Produkten. 98 Prozent der Waren werden außerhalb Österreichs verkauft, besonders in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten, Polen und Großbritannien. Weiterhin Sorgen bereitet den Grünschnittspezialisten der Russische Markt aufgrund von Sanktionen und Währungskursproblemen.

Neuheiten und Game-Changer

Vier neue Modelle in zwei Baureihen konnte Viking bei seinen "iMow" Roboterrasenmähern präsentieren, darunter zwei Typen, die mittels App steuerbar sind. "Davon wird es in den nächsten Jahren noch mehr zu sehen geben", ist der Geschäftsführer überzeugt. Der Markttrend gehe, auf Kosten der klassischen Elektrogeräte mit Kabel, stark in Richtung Roboter- und Akkumäher, während die Benziner im Profibereich stabil gehandelt werden.
Das Segment Robotermäher ist seit der Entwicklung ein "Game-Changer" in der Branche, so Pretzsch:
"Das ist eine Produktgruppe, die unsere Branche verändert hat! Viking mischt seit Jahren sehr erfolgreich in diesem Segment mit."

Zweistellige Wachstumsraten zwischen 15 und 20 Prozent und ständige Innovation machen die selbstfahrenden Flitzer zu "strategisch wichtigen Produkten" für Pretzsch, der sich mit Marketing- und Verkaufsleiter Wolfgang Simmer auch über neue Mulchmäher, lautstärkereduzierte Häcksler und ein "neues Flaggschiff der 4-er Serie" sowie neue 5-er und 7-er Modelle bei den Rasenmähern freuen kann:
"Wir haben ein wahres Neuheitenfeuerwerk abgebrannt!"

Alleinstellungmerkmale wie der Monokomfortlenker, der vollautomatische und auf Wettereinflüsse reagierende Mähplan der "iMows" oder die Patentierten Schneidesysteme der Häcksler tragen für Simmer stark zum Erfolg von Viking bei.

Ein Akku für Alle

Auch in der Akkusparte von Stihl schläft die Innovation nicht. Josef Koller präsentierte die neuesten Generationen von Stihl-Akkus, darunter die "Kompakt"-Serie, die in vier verschiedene Geräte eingesetzt werden kann. Auch die "klassischen" Akkus wurden weiterentwickelt, mittlerweile könne man "eine ganz schöne Palette" an Geräten kabel- und benzinlos mit Stihl-Akkus betreiben, freilich auch Viking-Rasenmäher. Koller sieht in der Akkuproduktion nicht nur ein großes Vertrauen der Konzernmutter in den Standort Schaftenau, sondern auch einen weiteren Innovationsschub: "Das bringt und sicher weiter."
Mittlerweile werden in Schaftenau bereits zehn Montagelinien hierfür betrieben, 40 Prozent des Fertigungsvolumens sind bereits belegt.

Ausblick auf das heurige Gartenjahr

"Insgesamt optimistisch", schätzt GF Pretzsch das Geschäftsjahr 2016 ein, das für Viking mit Frühlingsbeginn ins Rollen gekommen ist. "Wir sind guter Dinge, dass aufgrund der wetterbedingt feuchten Grundlage das Geschäft richtig anspringt", schätzt der Geschäftsführer. Viking strebt weiteres Wachstum an, auch personell. Die Facharbeitersituation ist "bekanntlich durchaus herausfordernd", meint Pretzsch, besonders in Hinblick auf "Spezialqualifikationen, die man nicht überall findet".
"Der Start ins neue Jahr stimmt uns optimistisch."


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