12.04.2016, 09:10 Uhr

ASFINAG: Tunnel werden noch sicherer

Beim Perjentunnel haben die Vorarbeiten für den Bau der 2. Röhre begonnen.

Arlberg Schnellstraße: Strenger Tunnel und die Galerien bei Flirsch werden sicherheitstechnische aufgerüstet. Arlbergtunnelsanierung läuft auch Hochtouren. Startschuss für 2. Röhre beim Perjentunnel.

BEZIRK. Mehr Verkehrssicherheit, Entlastung der Bevölkerung und Erhaltung der bestehenden Infrastruktur - das Investitionspaket für Tirols Autobahnen und Schnellstraßen umfasst insgesamt 120 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2021 sieht die ASFINAG allein für Tirol weitere 384 Millionen Euro vor.
„Wir verfolgen gerade in Tirol ein klares Ziel: Unsere Tunnel sollen noch sicherer werden. Mit dem Vollausbau des Perjentunnels sorgen wir für eine spürbare Verkehrsentlastung und erhöhen die Lebensqualität im Tiroler Oberland deutlich", erklärt ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink. Die Sanierung im Arlbergtunnel läuft wie geplant auf Hochtouren. Erst ab April 2017 ist die nächste Totalsperre des Arlbergtunnels vorgesehen.
Mehr Tunnelsicherheit ist überhaupt der Fokus im diesjährigen Investitionsprogramm. Sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden der Bergiseltunnel, Tunnel Wilten, Strenger Tunnel und die Galerien bei Flirsch. „Bei der Umsetzung von Bauprojekten wollen wir aber auch die Autofahrerinnen und Autofahrer möglichst wenig behindern. Deswegen setzen wir auf innovative Lösungen wie eine mobile Behelfsbrücke bei der Baustelle Sillbrücke", erklärt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH.

16 Arlberg Schnellstraße:
Neubau zweite Röhre Perjentunnel und Sanierung Bestandsröhre

147 Millionen Euro machen den Perjentunnel zum größten Neubauvorhaben der ASFINAG im Westen Österreichs. Mehr Verkehrssicherheit für täglich 14.000 Autofahrer sowie die Entlastung der Anrainer von vier Gemeinden sind erklärte Ziele bei diesem Großprojekt.
Nachdem im Vorjahr die Sannabrücke neu errichtet wurde, laufen heuer bereits seit Anfang Februar die Arbeiten zum Vortrieb für die neue Tunnelröhre. Bis Ende 2018 will die ASFINAG die Arbeiten abschließen. Dann wird der Verkehr in die neue Röhre verlegt, um den bestehenden Tunnel umfassend zu sanieren. Spätestens mit Ende 2019 steht bei Zams und Landeck ein modernes, zweiröhriges Tunnelsystem zur Verfügung. Größter Vorteil: langfristige Sperren können verhindert werden. Mit der zweiten Röhre kann ohne Verkehrsbehinderungen auch an der Bestandsröhre gearbeitet werden.
Baustart war Februar 2016
Verkehrsfreigabe neue Röhre Ende 2018
Gesamtverkehrsfreigabe Ende 2019
Investition ca. 147 Millionen Euro

Instandsetzung und Errichtung zusätzlicher Fluchtwege Arlberg Straßentunnel

2015 erfolgte die erste Vollsperre des Arlbergtunnels. Die ASFINAG sowie Behörden und Wirtschaftskammern zeigten sich mit dem Verlauf der Sperre zufrieden – der Verkehr konnte in dieser Zeit durch das ausgeklügelte Umleitungskonzept ohne große Behinderung die Ausweichstrecken benützen.
Bis April 2017 erfolgen die Arbeiten grundsätzlich in den Nachtstunden – die abwechselnden Anhaltungen an den Tunnelportalen sorgen für Wartezeiten von maximal 30 Minuten. Ab Ende April sind aber auch insgesamt 168 Vollsperren während der Nachtstunden vorgesehen. In Abstimmung mit allen beteiligten Behörden, Wirtschaftskammern und Anrainergemeinden haben diese Vollsperren nur wenig Auswirkungen – das Verkehrsaufkommen (vor allem des Schwerverkehrs) ist ab 20 Uhr überschaubar und kann mit einer entsprechenden behördlichen Genehmigung über den Arlbergpass abgewickelt werden. Das bedeutet: in der Zeit von 20 bis 5 Uhr steht die Route über den Arlbergpass für alle Fahrzeuge (inklusive Schwerverkehr) für die Umleitung zur Verfügung.
Start Herbst 2014
Fertigstellung Ende 2017
Investition 155 Millionen Euro

Instandsetzung und Verbesserung der Tunnelsicherheitseinrichtung im Strenger Tunnel

Volle Kraft für noch mehr Tunnelsicherheit im Strenger Tunnel: zahlreiche Anlagen der Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen werden auf den neuesten Stand gebracht. Zusätzlich errichtet die ASFINAG drei weitere Fluchtwege, um die Abstände der Fluchtwege auf unter 500 Meter zu minimieren.
Dafür wird in der ersten Bauphase die Nordröhre (Richtung Bregenz) gesperrt – der Verkehr läuft in dieser Zeit im Gegenverkehr in der Südröhre. In den Nachtstunden kann es zu einigen Komplettsperren samt Umleitungen über die Bundesstraße kommen. In der zweiten Phase ist die Südröhre gesperrt.
Baustart Juli 2016
Fertigstellung September November 2016
Investition 13 Millionen Euro
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