30.09.2016, 10:02 Uhr

Weiderbauer und Pruzina wollen „Energie-Tausender“ für Alle

LAbg. Emmerich Weiderbauer, GR Peter Pruzina.

„Einen besseren Anreiz, um die private Klimaoffensive anzuschieben, gibt es nicht“, kommentieren Landtagsabgeordneter, Stadtrat, Emmerich Weiderbauer und Gemeinderat Peter Pruzina (Energiebeirat in Melk), die neue Idee der Grünen, einen Energie-Tausender einzuführen.

„Es fehlt derzeit eindeutig an Selbstbestimmung für BürgerInnen bei bestehenden Förderung von Klimamaßnahmen. Wir müssen die Menschen mehr ins Boot holen. Das fossile Zeitalter läuft ab und wir müssen ohne Öl und Gas auskommen können“, erklären die beiden. „Die eine möchte mit dem E-Bike aufs Auto verzichten, der andere möchte eine Photovoltaikanlagen. Heute gibt es aber keine Förderung auf E-Bikes und für eine PV-Anlage muss gleich ein Kredit aufgenommen werden“, wissen die Grünen.

Daher setzen die Grünen in Niederösterreich auf eine neue Art von Förderung: „Jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher soll zusätzlich zu bestehenden Fördermöglichkeiten einmalig dafür belohnt werden, wenn er/sie in Klimaschutzmaßnahmen investiert – mit dem Energie-Tausender“, erläutern Emmerich Weiderbauer und Peter Pruzina, die Idee.

Wofür sich die NiederösterreicherInnen – also auch die BürgerInnen in Melk den Tausender abholen, bleibt ihnen selbst überlassen: Das Prinzip Selbstbestimmung und Wahlfreiheit erachten die Grünen bei diesem Belohnungssystem besonders wichtig: ob Photovoltaik, Öffi-Ticket, Fahrrad, Wärme mit Sonnenkraft, E-Bike oder E-Auto usw.– es müssen Anschaffungen im Sinne der Energieeffizienz und des Klimaschutzes sein. Die Abwicklung soll über die entsprechende Abteilung der Landesregierung in St. Pölten erfolgen – und jedenfalls unkompliziert sein: „Anschaffungen tätigen, Rechnungen einreichen, Tausender bekommen“, so stellen sich die Grünen das vor.

Bleibt noch die Frage nach der Finanzierung, die gerne gestellt wird: „Die Gemeinde allein kann das nicht stemmen. Es muss ein Belohnungssystem des Landes sein. Wir wissen, dass Niederösterreich mit Steuergeld spekuliert und Steuergeld in Steueroasen parkt. Wir wollen, dass Niederösterreich in die Menschen und damit in den Klimaschutz investiert, statt spekuliert. Es ist höchste Zeit, die richtigen Prioritäten zu setzen. Auch unsere GemeindebürgerInnen leisten privat wichtige Beiträge für die Umwelt und den Klimaschutz. Eine Belohnung dafür ist nur rechtens“, so Emmerich Weiderbauer und Peter Pruzina abschließend.

Einen entsprechenden Antrag zur Einführung des Energie-Tausenders in Niederösterreich kann man bis 17. Oktober via Online-Voting auf www.noe.gruene.at/meinlandtag unterstützen!
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Karl Maurer aus Krems | 30.09.2016 | 16:16   Melden
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