07.05.2016, 08:13 Uhr

Imker, Partner der Landwirtschaft

Schüler Markus Stickler, Imker Edmund Wallner, Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Schülerin Tunja Pölzlbauer (v.l.) (Foto: Jürgen Mück)
BEZIRK NEUNKIRCHEN (jürgen mück). „Das Interesse an der Imkerei hat in den letzten Jahren stark zugenommen und die Bienenzüchter werden erfreulicherweise immer jünger. Dies ist ein besonderer Verdienst der älteren Generation, denn über Jahrzehnte hinweg wurde die Imkerei hauptsächlich von Senioren ausgeübt. Diese unverzichtbaren Stützen der Bienenzucht führten die Tradition der naturverbundenen Arbeit mit den Bienen fort und sorgten für die Weitergabe von Erfahrung und Know-how rund um die Imkerei“, betont Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz, die sich vor Ort an der Imkerschule Warth über das Kurswesen informierte. War früher die Imkerei eine reine Domäne der Männer, so ist das Interesse der Frauen an der Imkerei inzwischen stark gestiegen. So sind bereits rund 40 Prozent der KursteilnehmerInnen weiblich.

Kursprogramm für Bienenzucht

 
„Die Imkerschule Warth reagiert auf die gestiegene Nachfrage nach der Imkerei mit einem breit gefächerten Kursprogramm rund um die professionelle Bienenzucht. Diese Bildungsarbeit ist außerordentlich wertvoll. Sorgen doch die Imker mit ihren Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung der heimischen Kulturpflanzen und sind damit unverzichtbare Partner der Landwirtschaft, die mit der Honigproduktion zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung beitragen“, so Schwarz.


 
Rund 25.100 Imker und Imkerinnen sichern in Österreich mit ca. 367.500 Bienenvölkern die Bestäubung der Zier- und Nutzpflanzen. Typisch dabei ist die traditionelle kleinbetriebliche Struktur.
 
Bienenzucht liegt im Trend
„Über 2.000 Personen besuchten in den letzten fünf Jahren die rund 100 Kurse für Imkereinsteiger. War früher die Bienenzucht eher ein Metier für ältere Leute, so sind es heute vor allem junge Menschen, welche die Imkerei für sich entdecken“, freut sich Dipl.-HLFL-Ing. Karl Stückler, Leiter der Imkerschule Warth. „Aufgrund des wahren Ansturms zu den Bienen-Kursen werden an neun Landwirtschaftsschulen in Niederösterreich Basiskurse durchgeführt. Viele Kursteilnehmer entscheiden sich danach für die Ausbildung zum Imkerfacharbeiter oder machen sogar die Meisterprüfung“, so Stückler. Ein durchaus positiver Nebeneffekt der guten Ausbildung ist, dass dadurch die Qualität bei der Honigproduktion steigt.
 
Bis dato wurden in Warth über 500 Imkerfacharbeiter und über 300 Imkermeister ausgebildet, was rund die Hälfte aller Facharbeiter und Meister in Österreich ist.
(Schluss)
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