25.05.2016, 10:57 Uhr

Vortrag: 1000 Argumente zur Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024

Hannes Heide lud dazu ein im Zuge der Ausstellungseröffnung erstmals im öffentlichen Rahmen über den Bewerbungsprozess der 72. Kulturhauptstadt zu diskutieren. (Foto: kulturhauptstadt2024.at)

BAD ISCHL. Im Jahr 2024 wird Österreich zum dritten Mal eine Kulturhauptstadt Europas stellen – es wird die 72. im Laufe der Initiative sein. Welche Argumente für eine Bewerbung des Salzkammergutes zur Kulturhauptstadt sprechen, wurde im Zuge der Ausstellungseröffnung am 19. Mai in der Trinkhalle in Bad Ischl diskutiert.

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der gleichnamigen multidisziplinären Lehrveranstaltung des Sommersemesters 2015, diese wandert seit September durch Österreich. Der siebente Halt der Wanderausstellung findet gerade im Ostflügel der Bad Ischler Trinkhalle statt. Die Eröffnung startete mit einem einführenden Vortrag zum Thema Kulturhauptstadt durch Elisabeth Leitner, Initiatorin der Plattform kulturhauptstadt2024.at und Studiengangsleiterin für Architektur an der FH Kärnten. Dabei beschrieb Leitner wie es zu der Initiative kulturhaptstadt2024.at kam, wie sich das Regelwerk der EU veränderte und welche Anforderungen derzeit an eine Bewerber Stadt gestellt werden. Simon Übleis-Lang, Student an der TU Wien, erläuterte was seit der Gründung der Plattform im Herbst 2014 passierte und berichtete von der interdisziplinären

Unis beteiligten sich mit Studenten-Projekten

Arbeitsmethodik, die den Studierenden die Praxis näherbrachte. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung, gingen 100 Studierende und 25 Lehrende von fast allen Planungsuniversitäten Österreichs der Frage nach, welche österreichische Stadt (mit Region) im Jahr 2024 im europäischen Scheinwerfer stehen soll. Verena Wohlmacher und Falk Kremzow, Studierende der TU Wien, gaben durch eine Kurzpräsentation aller Studierenden-Projekte einen guten Input für die Fragerunde an die Bürgermeister und Expert/n der Region. Dabei wurde das Projekt „Impulse Stratagy“ von Verena Wohlmacher und Simon Übleis-Lang sowie das Projekt „SalzkammerMut.tut.gut“ von Ines Perlinger und Theresa Fierlinger, Studierende der TU Wien, detailliert erläutert. Bei dem Projekt „SalzkammerMut.tut.gut“ fand eine europäische Kulturstraße durch das Salzkammergut besonders Anklang. Dabei wird das Alte mit dem Neuen verknüpft und durch die Miteinbeziehung der regionalen Bevölkerung wird eine stärkere Kooperation zwischen den Gemeinden bewirkt.

Gemeindevertreter sehen große Chance

Als riesige Chance Stärken in der Struktur herausarbeiten, Bewusstsein und Aufmerksamkeit zu schaffen aber auch Schwächen herauszufinden und diese zu überwinden sieht Hannes Heide, Bürgermeister von Bad Ischl, die Kulturhauptstadt. „Das Herz soll bei der Kultur schlagen“, bemerkte Gunter Schimpl, Bürgermeister aus Vorchdorf, und will damit weltweit auf das Salzkammergut aufmerksam machen. Franz Eisl, Bürgermeister von St. Wolfgang wies darauf hin die Kulturhauptstadt als Chance zu nutzen, alte Sachen zu entstauben, Leute zu aktivieren und die unterschiedlichen Kulturen zu pflegen. Heide begrüßt die Idee eines Kulturentwicklungsplanes: "Bad Ischl ist ein Ort der internationalen Begegnung“, man soll nicht nur die Sicht dieser Thematik innerhalb der Region beachten sondern auch wie wir von der Europäischen Union gesehen werden." Er betont außerdem vor allem die Geschichte als eine Stärke der Region. Nächste Schritt muss es sein, weg von einer theoretischen Diskussion zu kommen und die Chance der Bewerbung der breiten Bevölkerung näher zu bringen betonte Arno Perfaller. Seiner Meinung zufolge, sind jetzt alle die im Publikum sitzen dazu aufgefordert hinaus zu gehen und „die Botschaft zu verkünden“. Wenn man es nicht schafft die Bevölkerung mit ins Boot zu holen bleibt das Ziel Kulturhauptstadt zu werden ein Ufo das über uns schwebt.

Die Ausstellung ist in der Trinkhalle Bad Ischl noch bis zum 29. Mai zu sehen. Danach wandert sie weiter nach Linz. Bis zum Sommer ist sie außerdem noch in St. Pölten zu besichtigen.

Fotos: kulturhauptstadt2024.at
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