27.07.2016, 10:00 Uhr

Kanzeldach stürzte in der Nacht zu Boden

Bei der großen Kirchenrenovierung 2006/2007 wurde auch die Kanzel aus der Kirche geschafft und nach Restaurierung wieder auf ihren Platz gehoben. (Foto: Mayrhofer/Archiv)

Der Schalldeckel des Predigtstuhls in der Gallneukirchner Kirche ist komplett zerborsten.

GALLNEUKIRCHEN (mawi). Als der ehrenamtliche Mesner der katholischen Pfarre, Franz Gstöttenbauer, kürzlich die Kirche in Gallneukirchen zur Frühmesse aufsperrte, entdeckte er das zerborstene Kanzeldach am Boden. Wie die Videoüberwachung zeigte, stürzte der Schalldeckel des Predigtstuhls kurz vor Mitternacht zu Boden. Der Engel, der die Tafeln mit den zwölf Gesetzen hochhielt und der Predigtstuhl waren nur mehr ein Fragment. Die anderen Engel des Schalldeckels waren unter den Trümmern des Kanzeldachs begraben.
Und doch kann man von Glück sprechen, dass der Zwischenfall nicht während einer Messe geschah: Unter der Kanzel befindet sich der Priestersitz, knapp vor ihr beginnen die Bankreihen für die Kirchenbesucher.

2006/2007 restauriert

Die Kanzel, seit den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht mehr in Gebrauch, war im Zuge der Gesamtrestaurierung der Kirche 2006/2007 aus der Kirche entfernt und nach Restaurierung wieder eingesetzt worden. Diözesankonservator Hubert Nitsch ist mit der Schadensbegutachtung und der Ursachenfeststellung betraut. Die barocke Kanzel wurde zugleich mit dem eindrucksvollen Hochaltar geschaffen, der 1770 unter Pfarrer Carolus Aichmayr vermutlich anstelle eines gotischen Schnitzaltars errichtet wurde.
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