22.05.2016, 09:22 Uhr

Rollin'Toys Biker Charity Tour 2016 - neuer Spendenrekord € 27.117,-- !!!!!!!!

Unfassbarer Spendenrekord von 27.117,-- bei der Charity Tour der Rollin'Toys Biker
Zum 17. Mal fand am 21. Mai die Rollin'Toys Biker Charity Tour statt mit dem Ziel, 20 - 25 sozial benachteiligte oder beeinträchtigte Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren eine Teilnahme in einem Rot-Kreuz-Sommer Camp in Kärnten zu ermöglichen, weil der Villacher Bikerclub Kradreiter der Meinung ist, das nicht für alle ein Urlaub selbstverständlich ist! Die Campkosten betragen ca 450,- pro Kind und beinhalten den Aufenthalt, Verpflegung, Transport sowie Betreuungspersonal.

Bei den Rollin'Toys handelt es sich um die älteste österreichische Motorrad-Benefiz-Fahrt, deren Motto lautet: "Nicht behindert zu sein, ist keine Leistung, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann" und mit dieser Fahrt wird ein Zeichen der Solidarität gesetzt.

Unterstützt wurden sie heuer vom Tour Botschafter Matthias Lanzinger (Behindertensportler des Jahres 2013 sowie 2 facher ö. Staatsmeister in der Kombination) sowie vom Hauptsponsor Polo-Team Villach.

Weitere Sponsoren sind u.a.:

Kulturspektrum Maria Gail
Gemeinde Wernberg
Gemeinde Finkenstein
Eurospar Wernberg
Arneitz Villach mit Hans Pressinger
Gaulhofer
Racers
Südrast

Ich bin heuer das 3. Mal dabei gewesen und muss sagen, der liebe Gott hat seine Spende in Form von Sonnenschein getätigt und dafür waren sicherlich nach den kalten und nassen Tagen der letzten Zeit alle sehr sehr dankbar.

"Mein" Biker war heuer leider verhindert, zum Mitradeln fehlten mir ein paar Muskelfasern, also musste ein Ersatzlenker her, der eine fotografierende Beifahrerin "derpackt". Glücklicherweise hat sich Dieter von den Kaninger Mücken spontan bereit erklärt und es war vereinbart, das ich in Treffen unter der Autobahnbrücke auf sie warte. Okay, was keiner bedacht hat, das man dort von der Gegendtalseite kommend nicht einbiegen darf. Also schaute ich, das ich auf die andere Straßenseite wechsle und ging ihnen Richtung Kreisverkehr entgegen gehe. Der Kragen war immer Richtung Treffener Gerade gerichtet und da sehe ich sie schon kommen, ca 25 Motorräder mit leuchtend gelben Jacken. Ich wollte sie herunter winken, weil sie mich ja nicht kennen und eigentlich unter der Autobahnbrücke erwarten, nicht das sie da gach alle bei mir vorbeifahren. Der Erste schüttelte den Kopf, aber auf mein energisches Winken blieben sie dann doch alle am Straßenrand stehen und als ich da so mitten im Häufchen der ganzen Motorräder stand, kam ich drauf, das es die falschen waren, nämlich die Nockers aus Feldkirchen......... Äh, bisserl peinlich war mir das schon, aber es war schnell aufgeklärt, sie waren eh auf dem Weg nach Wernberg, wollten mich dann auch noch netterweise mitnehmen, aber ich war ja mit den Mücken verabredet. Die zweite Gruppe von Bikern, die dann bei mir stehen blieb, war dann die richtige, hihi, schnell ein Hallo zum Kennenlernen und weiter gings nach Wernberg.

Um bisserl nach 10 Uhr war dort schon die Hölle los. Wie immer bestens organisiert wurde man zum Parken eingewiesen. Danach gings zur Anmeldung und zum wichtigen Spenden und die Zeit bis zur Abfahrt vertrieb man sich mit den zur Verfügung gestellten Getränken, knusprigen Semmeln, süßen Krapfen, Fachsimpeln, Maschinen schauen oder einfach mit bisserl ratschen.

ORF Kärnten Heute war vor Ort und machte erste Aufnahmen und Interviews mit dem Tourbotschafter Matthias Lanzinger sowie dem Kradreiter-Team.

Nach einer kurzen Erläuterung über die Fahrweise im Konvoi hieß es aufsitzen und den Zündschlüssel drehen und ab gings Richtung Ossiachersee. Wer Zeit hatte und den Blick zur Ruine werfen konnte, sah dort sogar die Adler kreisen. Das Klasse an diesen angemeldeten Touren mit den abgesperrten Kreuzungen ist einfach, das man rote Ampeln genauso gut ignorieren kann wie "Einfahrt verboten", wenn's den Verkehrsfluss fördert, so wie in Landskron.

Anfang Annenheim stand dann nochmals der Kameramann von Kärnten Heute, dessen Bericht man am gleichen Abend noch im TV sehen konnte. Weiter gings entlang des Ossiachersees. Der Maibaum Tiffen war zu sehen, tolle Kirchen und Gebäude, saftige bunte Blumenwiesen genauso wie ein Night-Club, bei dem sicherlich einige Biker hinter ihrem Visier ein Grinsen aufgesetzt haben.

Ein Radlrennen teilte sich über eine Weile unsere Strecke. Möchte nicht wissen, ob nicht der eine oder andere wünschte, sich irgendwo an einem Motorrad anzuhängen und sich den Hügel raufziehen zu lassen....
Einen Polizeieinsatz hab ich gesehen, der aber mit der Tour nix zu tun hatte und über eine schmale kurvenreiche Straße durch einen schattigen Wald über einen kleinen Sattel drüber traf man in St. Veit in der Jacques Lemans Fußballarena ein.

Dort war eine Pause von einer guten Stunde anberaumt. Die Gastronomie im Stadion war perfekt vorbereitet, alles vom Feinsten.
Am Parkplatz sah ich kleinste Reparaturen, die man vor Ort gleich behoben hat, viele zufriedene und relaxte Gesichter.
Mit Matthias Lanzinger gabs ein Fotoshooting und er war sehr sehr nett, hat sich auch mit den "normalen" Leuten unterhalten und war sich auch für kein Gruppenbild oder Selfie zu schade.

Kurz vor dem offiziellen Ende der Pause durfte meine Kaninger Mücke mit einem Guide und mir vorausfahren. Zweck war eine tolle Stelle zu erreichen, bei der die ganze Truppe bei meiner Kamera vorbeifahren wird. Eigentlich hätten wir uns dann nach einer Zeit in den restlichen Konvoi wieder einreihen sollen, aber ich war scheinbar so in meinem Element, dass ich das ganz übersehen hab. Als ich plötzlich die Trikes vor meiner Linse hatte, traf mich fast der Schlag, weil die ja immer zum Schluss kommen. Da hieß es aber dann für Dieter und mich, hurtig aufzusteigen und der Truppe nachzugurken. War ja kein Problem, Norbert hat uns dann wie die Glucke bei einem Küken wieder anschließen lassen.

Weiter gings durch Moosburg bei den glitzernden kleinen Seen vorbei Richtung Pörtschach. In einem Tunnel haben ein paar Biker mal so richtig aufgedreht, das hat aber anständig gedröhnt. Das Kind im Manne wird halt nie erwachsen, ga?
In Pörtschach säumten alte Herrschaftsvillen unseren Weg, eine Hochzeit kam uns entgegen und wir haben uns gegenseitig angehupt :-).

In Velden gabs ein kleines Problem mit der Disziplin der Leute. Wahrscheinlich waren es eh keine Veldener, sondern Leute, die dort urlauben und der Meinung sind, wenn ich mir Velden leisten kann, gehört mir auch die Straße. Fußgänger huschten zwischen den Motorrädern über die Straße, Autos quetschten sich in den Konvoi rein und zu aller Schluss reihte sich auch noch ein Traktor ein, der gemütlich vor dem Schloss dahintuckerte und mit gefühlten 30 km/h den Verkehr aber anständig aufhielt, aber nur solange, bis die Kaninger Mücke anstatt zu stechen ihn mit Dauergehupe dazu brachte, flott auf die Seite zu fahren. Man munkelt, das es sich bei dem Traktorfahrer um Andreas Gabalier gehandelt haben soll....

Nachdem man wieder freie Fahrt hatte, ging es über Rosegg Richtung Faakersee zum Ziel dieser Tour, Arneitz Village. Riesengroßer Parkplatz, geräumiges Zelt, flotte Bedienung bei den Getränken, mehrere Ausgabestellen für Brote und Aufstriche, genügend WC's, all dies trug zu einem sehr entspannten Ende dieser Fahrt bei.

Eine lässige Band spielte rockige Lieder und verkürzte die Wartezeit auf das mit Spannung erwartete Endergebnis dieser Charity-Tour. Es kam Matthias Lanzinger auf der Bühne zu Wort, der sehr persönlich aus seinem Leben erzählte und schlussendlich konnte verkündet werden, dass es auch dieses Jahr gelungen ist, das Ergebnis von 2015 zu toppen. Und zwar sind 385 Motorräder mitgefahren und es wurde die sagenhafte Summe von 27.177,-- gesammelt!!!

Seit es diese Rollin'Toys Biker Tour gibt, also seit 1999, wurden ingesamt nun über 200.000,-- € gesammelt und gespendet, diese Summe muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Die Abgesandte vom Roten Kreuz, die den Ablauf des Camps erklärt hat, bat die Reaktion einer Mutter vorlesen zu dürfen, die erfuhr, dass eines ihrer Kinder in den Genuss der kostenlosen Campteilnahme kommen würde: "Danke, vielen herzlichen Dank - ich bin einfach nur sprachlos" und ich finde, das sind geeignete Schlussworte für diese tolle und selbstlose Aktion der Villacher Kradreiter.
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