26.07.2016, 14:55 Uhr

"Ich muss ja alles unter einen Hut bzw. Hof bringen"

Nach der Geburt ihres dritten Wunschkindes startet Petra Mayer aus Bad St. Leonhard wieder musikalisch durch (Foto: Helge Bauer)

Sängerin Petra Mayer tritt beim Genuss-Festival von 28. bis 31. Juli in Bad St. Leonhard auf.

petra.moerth@woche.at

WOCHE: Petra, das erste Heimkonzert in Bad St. Leonhard steht an. Nervös? PETRA MAYER: Ich freue mich riesig und ich bin schon ein bissl aufgeregt. Das ist schon etwas Besonderes. Hoffentlich bin ich nicht zu abgelenkt, wenn ich fast alle Gesichter im Publikum kenne. Am 29. Juli findet das Konzert um 20 Uhr auf dem Hauptplatz statt und beim Radio Kärnten-Frühschoppen von Harmonika Müller am 31. Juli bin ich ab 11 Uhr auch wieder zu hören.

Welches Lieblingslied bringen Sie mit?
"Schea is des Leben". Da geht es um den richtigen Weg im Leben. Das dauert halt, ihn herauszufinden. Aber wenn man was von Herzen gerne macht, dann ist es der richtige Weg. Bei mir sind es die Musik und meine Familie.

Sie nehmen ab jetzt wieder Auftrittsangebote an?
Ja – alles hat seine Zeit und ich spüre, dass die Bühne mich wieder ruft. Zeit für ein paar Auftritte hätte ich jetzt. Ich muss ja alles unter einen Hut bzw. Hof bringen: Musik, Bauernhof, Familie.

Werden Sie auf der Straße erkannt?
Ich kann es oft gar nicht glauben. Egal wo ich bin, reden mich die Leute an. Das ist wunderschön. Sie kennen gar nicht so sehr mein Aussehen, aber meine Stimme wird sofort erkannt.

Sie singen ja in Ihrem markanten Lavanttaler Dialekt?
Ich spreche im Dialekt, ich träume im Dialekt, ich komponiere im Dialekt – also singe ich auch im Dialekt. Das ist mein persönliches Markenzeichen. Alles andere ist nicht echt.

Was gibt es sonst Neues?
Ich habe über zehn Lieder komponiert. Eines möchte ich gerne im Herbst dem Publikum vorstellen: Es heißt "Hand in Hand". Es geht darum, dass man zusammen stark ist. Zusammenhalten – gerade heutzutage ist das so wichtig. Soll ich's vorspielen? (Schnappt sich ihre Harmonika Müller und singt und spielt).

Es hat draußen 28 Grad und ich habe jetzt Gänsehaut.
Das ist eigentlich mein Ziel: Musik zu machen, die jemanden berührt. Ich gehe noch viel weiter. Musik kann auch heilen. Schon als Mädchen bin ich immer auf den Dachboden geschlichen, wenn es mir nicht so gut ging und habe auf der alten Gitarre vom Papa gespielt.

Wann und wo komponieren Sie?
Am Klavier vor dem großen Fenster mit dem Blick ins Lavanttal. Mal geht lange nix, dann peckt's mich. Ich muss im Kopf komplett rein sein, sonst kommt da gar nichts. Immer wieder schlafe ich darüber und fange von vorne an. Manchmal ist geschwind etwas da: Der Refrain zum Beispiel, eine Melodie. In jedem meiner Lieder sind meine Gedanken drinnen.

Welcher Stil erwartet uns?
Noch mehr Petra würde ich sagen. Ich will etwas erzählen und weitergeben. Ich gehe immer meinen Weg und hör' auf mein eigenes Gespür. Das sollten viel mehr Menschen so machen. < b>Sie spielen Klavier, Steirische Harmonika, Gitarre. Ja, meine Harmonika von Müller ist einfach wunderbar – der Klang ist ein Traum. Einfach schön. Ich mache jetzt Stimmbildung in Graz, weil ich meine Stimme noch besser kennenlernen wollte. Dabei bin ich draufgekommen, dass ich von Natur aus schon sehr viel richtig gemacht habe.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich suche eine Band bzw. Leute, die mit mir als Sängerin eine Band gründen möchten.

ZUR SACHE:
Die 26-jährige Landwirtin aus Bad St. Leonhard begeisterte vor zwei Jahren bei der ORF-Show "Die große Chance" ganz Österreich.
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