01.09.2016, 10:00 Uhr

Koralmbahn: Tunneldurchschlag bei der Tunnelkette Granitztal

Beim Tunneldurchschlag anwesend waren unter anderem der St. Pauler Bürgermeister Hermann Primus, Andreas Twerdek (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Tunnelkette Granitztal Implenia-Hochtief) und ÖBB-Projektleiter Gerald Zwittnig (Foto: ÖBB)

Die Mineure des Südvortriebs erreichen nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit des Tunnels „Deutsch-Grutschen“ das Granitztal

SANKT PAUL. Gestern erreichten die Mineure das Granitztal. „Damit haben wir den ersten wichtigen Meilenstein beim Bau der Tunnelkette Granitztal erreicht. Unsere Freude ist aber durch das Ableben unserer geschätzten Tunnelpatin, Romy Primus, getrübt. Sehr gerne hätten wir gemeinsam mit ihr den kleinen Festakt begangen; im Gedanken ist sie aber in unserer Mitte“, so Gerald Zwittnig, Projektleiter der ÖBB-Infrastruktur AG zum ersten Durchschlag.

Detail zu den Bauarbeiten

Die Tunnelkette Granitztal besteht aus drei Bauabschnitten. Im Granitztal wird der Tunnelabschnitt in offener Bauweise hergestellt, die Tunnel Deutsch-Grutschen und Langer Berg müssen in geschlossener Bauweise errichtet werden. Mittels einer speziellen Konstruktion wird der Granitzbach mit dem Tunnelbauwerk überbrückt. Ein Lüftungsbauwerk und ein Rettungszugang wird im Granitztal eingerichtet. Beim ehemaligen Basaltteich Kollnitz befinden sich die Nordportale einer zugeschütteten alten Steinbruchanlage. Die beiden Tunnelröhren erreichen Im Süden zwischen Eis und St. Radegund die Oberfläche.

Erster Rohbau fertig gestellt

„Die erste rund 2,5 Kilometer lange Tunnelröhre ist somit im Rohbau fertig gestellt. In wenigen Wochen wird auch die Nordröhre des Tunnels "Deutsch Grutschen" das Granitztal erreichen. Die Vortriebsarbeiten am Tunnelabschnitt "Langer Berg" in Richtung Jauntal laufen auf Hochtouren“, so Zwittnig. Das Tunnelausbruchsmaterial wird zur Geländemodellierung im Lavanttal und zur Überschüttung der Einhausung Granitztal weiter verwendet.

Koralmbahn als Teil der neuen Südstrecke

Ein Teil des Baltisch Adriatischen Korridors ist die 130 Kilometer lange Koralmbahn und somit ein wichtiges Bindeglied auf dieser neuen Südstrecke. Die Strecke soll nicht nur die Städte Klagenfurt und Graz auf kürzestem Wege verbinden, sondern auch im Europäischen Sinn eine wichtige Hochleistungsverbindung darstellen. „Reisezeiten von Wien nach Klagenfurt von 2 Stunden und 40 Minuten und von Graz nach Klagenfurt in nur 45 Minuten werden damit Realität“, so Zwittnig.
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