"Drei Schwestern"
Sind die Platanen im Arne-Karlsson-Park in Gefahr?
- MeinBezirk hat nachgefragt, ob die Platanen wirklich in Gefahr sind.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Die U5-Station Arne-Karlsson-Park ist immer wieder ein Thema. Eine Bürgerinitiative setzt sich nun speziell für die drei großen Platanen im Park ein. Laut Initiative seien Sie durch die Arbeiten an der U5 bedroht. Der Bezirk und Wiener Linien beruhigen hier jedoch.
WIEN/ALSERGRUND. Die künftige U5-Station beim Arne-Karlsson-Park sorgt immer wieder für Diskussionen im Bezirk. Eine Bürgerinitiative rund um Alexandra Baer-Zwick, Anna Harsch und Katharina Tschernitsch setzt sich nun mit einer Unterschriftenaktion dafür ein, drei über 140 Jahre alte Platanen im Park offiziell als Naturdenkmäler unter Schutz stellen zu lassen.
Denn durch die Arbeiten für die U5 seien diese drei Bäume bedroht, warnt man von der Initiative. Bezirksvorstehung und Wiener Linien betonen jedoch, den Baumbestand durch gezielte Planungsanpassungen bereits jetzt bestmöglich zu schonen. Die Initiatorinnen hingegen heben die besondere Bedeutung der von ihnen als "Drei Schwestern" bezeichneten Platanen hervor und wollen den maximalen Schutz.
U-Bahn nicht verhindern
Es gehe keineswegs darum, den U-Bahn-Bau zu verhindern, sondern Infrastruktur und Naturschutz zu vereinen, erklären sie. "Diese Bäume könnten in dieser Form nie wieder nachgepflanzt werden", so die Initiatorinnen. Der dicht verbaute Bezirk biete Jungbäumen schlichtweg nicht mehr die Bedingungen, um vergleichbar tiefe Wurzeln zu entfalten. Zudem fungieren die weit ausladenden Kronen in Zeiten häufigerer Hitzewellen als natürliche Kühlung für das gesamte Grätzl. Ohne rechtliche Absicherung als Naturdenkmäler seien die Altbäume gefährdet, warnt man.
- Katharina Tschernitsch, Alexandra Baer und Anna Harsch (v.l.), kämpfen für die Bäume.
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Fabian Franz
Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) verweist auf Nachfrage, auf den intensiven Einbezug von Experten im Zuge der Planungen: "Der U-Bahn-Bau ändert nichts daran, dass der Arne-Karlsson-Park das Herzstück des Grätzls und ein beliebter Grünraum für Bewohnerinnen und Bewohner ist. Damit das auch bleibt, habe ich mich als Bezirksvorsteherin von Anfang an für die Bäume und insbesondere für die großen Platanen im Park eingesetzt". Die U-Bahn-Station sei am äußersten Rand des Parks geplant, und ein unabhängiger Baumgutachter begleite das Projekt durchgehend.
"Minimal-invasive Bauweise"
Bäume im direkten Bereich der Gruben sollen durch möglichst groß gewachsene Bäume nachgepflanzt werden. Für die große Platane hinter der Hundezone sei ein eigenes Monitoring vorgesehen, erklärt man. Die Wiener Linien unterstreichen die übergeordnete Relevanz des Gesamtprojekts U2 und U5 für die Stadt. Durch den Ausbau würden jährlich bis zu 75.000 Tonnen CO₂ eingespart und rund 30.000 Arbeitsplätze gesichert.
Für die Station Arne-Karlsson-Park, deren Baustart im Rahmen der zweiten Ausbaustufe bis Hernals für 2028 geplant ist, setzt das Unternehmen auf eine "minimal-invasive Bauweise". Um die prägenden Bestandsbäume zu erhalten, seien die Planungen bereits optimiert worden: Sowohl die Baustelleneinrichtung als auch das Stationsgebäude selbst wurden bewusst in den angrenzenden Straßenraum verlegt, um Eingriffe in die Parkfläche auf ein Minimum zu reduzieren, stellt man abschließend klar.
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