24.01.2018, 13:49 Uhr

Kinderlachen im neuen Pflegekinderzentrum Alsergrund

Am Alsergrund wurde das dritte Wiener Pflegekinderzentrum der MA11 eröffnet. So werden auch die bisherigen Regionalstellen des MA-11-Referats für Adoptiv- und Pflegekinder zu entlastet.

ALSERGRUND. Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ließ es sich nicht nehmen, das Band persönlich durchzuschneiden. Die freundlichen Räume des neuen Pflegekinderzentrums wurden dafür entworfen, den Pflegekindern samt ihren Pflegemamas und -papas und natürlich auch den leiblichen Eltern ein Höchstmaß an Platz und vor allem Betreuungsqualität zu ermöglichen – und so die bisherigen Regionalstellen des MA-11-Referats für Adoptiv- und Pflegekinder zu entlasten. Was auch dringend notwendig war, steigen die Zahlen der Krisenpflegefälle doch jährlich an. Drogen, Gewalt oder einfach Überforderung – vielfältig sind die Gründe, warum die leiblichen Eltern ihren Pflichten immer öfter nicht mehr nachkommen können. In solchen Krisen springen dann Pflegeeltern ein, von denen es in Wien immer noch viel zu wenige gibt: Derzeit sind es 678 Pflegefamilien. „Diese Form der Unterbringung für Kinder aus schwierigen familiären Situationen hat sich sehr bewährt“, so Czernohorszky.

Pflegeeltern gesucht

„So bekommen die Kinder eine liebevolle Ersatzfamilie, die für längere Zeit die Aufgaben der leiblichen Eltern übernimmt. Wien sucht deshalb auch laufend neue Pflegefamilien.“ Bezirksvorsteherin Martina Mal-#+yar (SPÖ) betonte, dass „die Integration eines Kindes in eine Familie größte Hochachtung und Dankbarkeit verdient". Übrigens gibt es für Pflegeeltern die Möglichkeit einer Anstellung samt Bezahlung von z.B. über 1.100 Euro netto im Monat bei zwei Pflegekindern. Im Mittelpunkt der Arbeit der Sozialarbeiter im Pflegekinderzentrum steht die Betreuung von Pflegekindern, Pflegeeltern und auch leiblichen Eltern, die in den Bezirken 6 bis 9 und 12 bis 19 leben. Besonders heikel sind die Kontakttreffen mit den leiblichen Eltern in den Pflegefamilien, denn nur selten gehen sie ohne Tränen aus. Darum stehen im neuen Pflegekinderzentrum eigene Besuchsräume zur Verfügung, wo diese Treffen in geschützter Atmosphäre in Begleitung der geschulten Sozialarbeiter stattfinden können.
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