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Vortrag in Baden zum Thema Schlaganfall: Jede Minute zählt
- Referent Dr. Karl Matz und der Moderator Peter Fridecky.
- Foto: MeinMed
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Über einen voll besetzten Sparkassensaal konnten sich MeinMed und die Regionalmedien NÖ am Donnerstag, 14.11.2024, in der Kurstadt Baden freuen. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskasse und der Sparkasse Baden referierte Karl Motz, Facharzt für Neurologie am Landeskrankenhaus Baden-Mödling, über eine Krankheit mit vielen Gesichtern.
BADEN. Ein Thema, dessen Motto jede und jeder verinnerlichen sollte. Denn so viel vorweg: bei Anzeichen auf diese Krankheit zählt tatsächlich jede Minute, in der die leidtragenden Patienten schneller versorgt bzw. behandelt werden. Aber der Reihe nach.
Rund 25.000 Einwohner Österreichs scheinen pro Jahr als Schlaganfall-Betroffene auf, die sich wiederum in Patienten zweier Krankheitstypen aufteilen. Mit rund 80-90 Prozent tritt der ischämische Schlaganfall, verursacht durch eine Blutgefäßverstopfung, vorwiegend auf.
Als seltenere Variante gilt die Gehirnblutung, also ein Schlaganfall durch Blutaustritt aus einem Blutgefäß. Das betrifft 10-20 Prozent der Fälle.
Ischämischer Schlaganfall häufigste Variante
Einige Fakten: Unser Gehirn benötigt 15-20 Prozent des ständig im Kreislauf befindlichen Blutvolumens und verbraucht rund 20 Prozent des aufgenommenen Sauerstoffs. Die benötigte Energie wird ausschließlich durch Glukose oder sogenannten Ketonkörpern bereitgestellt, wobei das Gehirn keinen relevanten Energiespeicher besitzt. Die Blutzufuhr passt sich an Blutdruck sowie den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut an. Zwei Drittel des benötigten Blutes gelangen über die beiden inneren Halsschlagadern ins Gehirn.
Was führt zur Krankheit?
Im Wesentlichen gelten drei Faktoren als ursächlich. Rund 30 Prozent entstehen aufgrund eines direkten Gefäßverschlusses infolge von Atherosklerose, etwa 60 Prozent durch Embolie, der Rest verteilt sich auf andere Ursachen wie einen Gefäßwandeinriss. Das gefürchtete Vorhoffflimmern kann zum Beispiel durch eine Embolie entstehen.
Wie kann man einen Schlaganfall erkennen?
Die Formel lautet FAST (Face, Arms, Speech und Time): Gesicht, Arme, Sprache und Zeit. Wenn auch nur eines dieser Symptome auffällig ist, sollten SOFORT medizinische Hilfe gerufen werden (Tel. 144). Gezielte Fragen an den Patienten, etwa nach dem Geburtsdatum oder einfachen Rechenaufgaben, können bereits Aufschluss über den aktuellen Gesundheitszustand geben.
Rasches Erkennen, rasches Handeln und ein direkter Transport in eine speziell ausgestattete Klinik (Einrichtung) sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Genesung.
Diagnostik, Therapie und Vorbeugung
Beste Ergebnisse werden durch Magnetresonanz, sehr rasche Ergebnisse durch die Computertomographie erzielt. Weitere wertvolle Informationen liefert der Ultraschall der Halsgefäße. Die Wiederherstellung der Durchblutung, frühe Rehabilitation und ein zeitgerechtes Risikofaktormanagement sind wichtige Therapiebausteine. Vorbeugend sollten Blutverdünner, eine Blutdruck-, Cholesterin- und Diabeteskontrolle durchgeführt und auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.
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