Besuch
Internationale Aufmerksamkeit für das Frauen-KZ-Außenlager Hirtenberg-Leobersdorf
- Josef Pumberger und Erich Strobl beim ehemaligen NS-Zwangslager "Am Weinberg".
- Foto: Husar, C. / Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Besuch der internationalen Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) in Leobersdorf.
LEOBERSDORF/HIRTENBERG. Im Mittelpunkt der Reportage stehen die historischen Spuren der
NS-Zwangsarbeit, insbesondere das ehemalige NS-Zwangslager „Am Weinberg“,
das Frauen-Außenlager des KZ Mauthausen Hirtenberg-Leobersdorf sowie das
Werk am Lindenberg.
Auf den Spuren der NS-Zwangsarbeit:
Um dem französischen Kamerateam die oft verborgenen historischen Spuren der NSZwangsarbeit näherzubringen, fand eine ausführliche Begehung direkt auf dem betroffenen Areal statt. Dabei wurden die historischen Zusammenhänge zwischen dem ehemaligen NS-Zwangslager „Am Weinberg“, dem Frauen-Außenlager des KZ Mauthausen Hirtenberg-Leobersdorf und dem Werk am Lindenberg erläutert.
- Baustelle beim ehemaligen NS-Zwangslager HirtenbergLeobersdorf.
- Foto: Husar, C. / Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Am Lokalaugenschein nahmen wichtige Vertreter der regionalen und internationalen Erinnerungsarbeit teil:
- Josef Pumberger, Generalsekretär des Comité International de Mauthausen (CIM),
- Erich Strobl von der „Lokalinitiative KZ Gedenkstätte Mauthausen Außenlager Hirtenberg“.
- Vertreterinnen und Vertreter der „Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf“, die den Termin vor Ort organisatorisch und inhaltlich unterstützte.
Das AFP-Team – Jeremy Audouard, Femke Colborne und Juri Cufer – zeigte sich von der umfangreichen historischen Dokumentation und dem fundierten Wissen der beteiligten Expertinnen und Experten beeindruckt. Die mehrstündigen Rundgänge vermittelte dabei nicht nur historische Fakten, sondern machte auch deutlich, wie schwierig es ist, die letzten materiellen Spuren der NS-Zwangsarbeit für die Nachwelt zu erhalten.
Ein europäisches Zeichen gegen das Vergessen
Die zwei Medientermine entwickelte sich zu einem intensiven und sensiblen Austausch zwischen Beteiligten aus Österreich, Belgien, Slowenien und Frankreich. Getragen von dem gemeinsamen Anliegen, historische Fakten sichtbar zu machen und die Erinnerung an die Opfer der NS-Zwangsarbeit wachzuhalten, funktionierte die mehrsprachige Zusammenarbeit reibungslos.
- Erich Strobl von der „Lokalinitiative KZ Gedenkstätte Mauthausen Außenlager Hirtenberg“.
- Foto: Husar, C. / Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf
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Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur historische Dokumente, sondern insbesondere die noch vorhandenen Spuren vor Ort. Sie machen die Geschichte des ehemaligen Lagers unmittelbar erfahrbar und zeigen zugleich, wie wichtig die Bewahrung historischer Orte für eine glaubwürdige Erinnerungskultur ist.
Umfangreiches Recherchematerial für internationale Medien
Für Medienvertreter wurde im Nachgang ein umfangreiches Recherchepaket zusammengestellt. Dieses umfasst unter anderem historische Dokumente, detailliertes Kartenmaterial sowie Bildmaterial zur Geschichte des NS-Zwangslagers HirtenbergLeobersdorf und zu den historischen Zusammenhängen der NS-Zwangsarbeit in der Region.
- Josef Pumberger, Generalsekretär des Comité International de Mauthausen (CIM).
- Foto: Husar, C. / Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Mit dem Besuch der internationalen Nachrichtenagentur AFP erhält die Diskussion um den Erhalt der historischen Spuren der NS-Zwangsarbeit in Leobersdorf nun internationale Aufmerksamkeit. Die Reportage beleuchtet die Geschichte des ehemaligen Frauen-Außenlagers des KZ Mauthausen Hirtenberg-Leobersdorf, des NSZwangslagers „Am Weinberg“ und des Werks am Lindenberg sowie den aktuellen Umgang mit den letzten erhaltenen Lagerresten.
Erinnerungsorte sind nicht nur Orte der Vergangenheit. Sie sind Orte der Verantwortung und damit auch eine Verpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.
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