Kommentar
In Wien sollte Tempo 30 vor einem Seniorenheim kein Luxus sein
- Jungredakteur Kristóf Paksánski findet es toll, wenn Seniorinnen und Senioren auch im hohen Alter noch die Motivation haben, sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Kristof Paksanszki
Die Park Residenz Döbling will mehr Sicherheit vor ihrer Haustür. Deshalb demonstrierten am Mittwoch die Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Mitarbeitenden und Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP) für eine 30er-Beschränkung auf der Hartäckerstraße. Die Stadt Wien und Wiener Linien stellen sich bislang dagegen.
WIEN/DÖBLING. Wenn Seniorinnen und Senioren auch im hohen Alter noch die Motivation haben, sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen, finde ich das toll. Wie viele Menschen lassen sich in der Pension gehen und verlieren ein Stück ihrer Lebensfreude?
Es ist ein großartiges Zeichen, dass das Team der Park Residenz Döbling, die Polizei und der Bezirk die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenwohnheims bei ihrem Anliegen unterstützen. Hier geht es nicht um Schikanen, sondern um das Gefühl der Sicherheit.
Tempo 30 ist kein Luxus
Die Betroffenen wollen einfach nur ohne Angst in den Park gelangen. Sie fordern keine Ampel, keine Lotsen oder Straßensperren. Sie hätten einfach nur gern, dass die Autos beim Zebrastreifen etwas abbremsen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Ist es aber leider nicht.
- Der Antrag der Bezirksvertretung für ein Tempolimit wurde von der Stadt Wien im Februar vergangenen Jahres abgewiesen.
- Foto: Florian Wieser
- hochgeladen von Kristof Paksanszki
Tempo 30 ist vielerorts gelebter Standard und längst kein Luxus mehr. Vor allem, wenn es nur einen 400 Meter langen Abschnitt betrifft. Die Wiener Linien argumentieren mit verlängerten Bus-Fahrzeiten. Wiegen ein paar Sekunden Unterschied mehr als das Risiko eines Unfalls mit Verletzten oder gar Toten?
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