Alle Fahrzeuge außer Betrieb
Wasserstoffbus der Wiener Linien gerät in Flammen
- Das Dach eines Wasserstoffbusses in Döbling fing Feuer. (Archiv)
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Die Wasserstoffbusse der Wiener Linien sorgen wieder für Probleme. Zuerst wurden Anfang Mai sieben der zehn Busse aus dem Verkehr gezogen. Nachdem es am Mittwoch zu einem Brand bei einem der Busse gekommen war, wurde der Rest auch aus Betrieb genommen.
WIEN/DÖBLING. In der Billrothstraße in Döbling kam es Mittwochnachmittag, 24. Juni, zu einem kleinen Öffi-Brand, wie "Heute.at" zuerst berichtete. Das Dach eines mit Wasserstoff betriebenen Busses der Linie 39A geriet gegen 17.25 Uhr bei der Station Oberdöbling in Brand, wie die Berufsfeuerwehr auf MeinBezirk-Anfrage bestätigte.
Eine Löschgruppe rückte daraufhin aus. Hintergrund des Brandes soll ein Ventilator gewesen sein, der Feuer gefangen hatte. Niemand wurde verletzt. Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz schon wieder beendet. "Der betroffene Bus der Firma Caetano wurde eingezogen und durch ein anderes Fahrzeug aus unserem Fuhrpark ersetzt", wie die Wiener Linien erklären.
Sieben von zehn Bussen bereits außer Betrieb
Nachdem bereits bekannt geworden war, dass sieben der zehn Fahrzeuge aufgrund technischer Defekte und fehlender Ersatzteile außer Betrieb sind – MeinBezirk berichtete, mehr dazu unten – wurden nun nach dem Brand vorsorglich alle Busse des Herstellers Caetano aus dem Verkehr gezogen. Wie die Wiener Linien mitteilten, werden derzeit die Fahrzeuge von Fachteams umfassend technisch geprüft. Erst wenn ein „zuverlässiger Betrieb gewährleistet“ sei, sollen die Busse wieder in den Linieneinsatz zurückkehren.
- Symbolfoto
- Foto: Wiener Linien / Alexandra Gritsevskaja
- hochgeladen von Kevin Chi
Für die Fahrgäste habe die Entscheidung jedoch keine Auswirkungen. Die Linie werde weiterhin vollständig mit anderen, ebenfalls klimatisierten Bussen aus der Flotte bedient. Gegenüber dem Hersteller schlagen die Wiener Linien nun einen deutlich schärferen Ton an. Man befinde sich in einem "engen und nachdrücklichen Austausch" mit Caetano und akzeptiere die aktuelle Leistung nicht.
Bereits jetzt seien hohe Vertragsstrafen fällig geworden. Zudem stehe der Hersteller in der Verantwortung, die Probleme bei den Klimaanlagen sowie die weiteren technischen Defekte so rasch wie möglich zu beheben. Für die Anschaffung der zehn Wasserstoffbusse investierte das städtische Öffi-Unternehmen insgesamt etwas mehr als zehn Millionen Euro. In diesem Betrag sind neben den Fahrzeugen auch Wartungsleistungen enthalten.
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