Sicherheit
Der Streit um die Schutzwege

Neos-Klubobfrau Angelika Pipal-Leixner fordert sichere Schulwege für Kinder, wie hier auf der Krottenbachstraße.
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Kinder am Schulweg sind in Döbling nicht sicher, finden Neos. Andere Fraktionen sehen das differenzierter.

DÖBLING. Mehr Sicherheit für Döblinger Kinder auf ihrem Weg zur Schule: Diese Forderung beschäftigt den 19. Bezirk nun seit vielen Monaten. Im vergangenen Jahr wurde von Neos eine Umfrage zum Thema Schulwegsicherheit durchgeführt. Die Auswertung ergab: Viele Eltern sehen Handlungsbedarf. Nun wurden die Anliegen der Pinken in der Verkehrskommissionssitzung heiß diskutiert.

Einen kleinen Erfolg gibt es bereits zu verbuchen: "Eine 'Kiss & Go'-Zone für die Volksschule Mannagettagasse kommt fix", so Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP). Damit will sich Neos-Vorsitzende Angelika Pipal-Leixner aber nicht zufrieden geben. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihr die äußere Krottenbachstraße.

Schutzwege für Sicherheit

"Auf 1,3 Kilometern gibt es keinen Schutzweg, aber zwei Busstationen", beschwert sich die Neos-Chefin. "Die 50 km/h werden von Autofahrern selten eingehalten – für Kinder ist das eine Gefahr." Dem Vorwurf entgegnet man im Bezirk mit einer Maßnahme.

"Wir haben die zuständige Magistratsabteilung 46 für Verkehrsangelegenheiten gebeten, uns Lösungsvorschläge zu liefern", erklärt der Bezirksvorsteher. "Im März gibt es aber zuerst eine Fußgängerzählung, um zu sehen, wie viele Personen hier die Straße queren." Diese Zählung soll die Art der Sicherheitsmaßnahme bestimmen.

Fraktionen gegen Neos

Ganz besonders gehen die Meinungen von Neos und dem Rest der Fraktionen bei der Kreindlgasse auseinander. Die Pinken fordern Gehsteigvorziehungen oder Radfahrständer, um die Kreuzungsecken, wie bei der Ecke Pyrkergasse, freizuhalten. Man erhofft sich so mehr Sicherheit für die dortige Volksschule. Ein weiterer Schutzweg sei außerdem nötig.

"Ich finde den Einsatz von Frau Pipal-Leixner in puncto Sicherheit für Schulkinder lobenswert, aber es stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit", spielt der Bezirksvorsteher auf die Kreindlgasse an. "In der Gatterburggasse gilt ein Dreißiger, wenn man in die Kreindlgasse einbiegt kommen ein Piktogramm, vier Schilder und ein Schutzweg. Vor der Schule ist sogar ein Gitter angebracht."

Fraktionen sind sich einig

Die SPÖ schließt sich der ÖVP an. "Alle vier Ecken in besagter Kreuzung sind ausgeräumt – mehr Sicherheit geht hier nicht", so SPÖ-Chef Thomas Mader. Grundsätzlich sei die SPÖ für mehr Fußgängersicherheit aber zu haben: "Dort wo es Sinn macht, ziehen wir mit." Heinz Hieber von den Grünen wünsche sich allgemein mehr Tempobeschränkungen. "Ein Dreißiger bringt sicher mehr als ein Schutzweg", kritisiert er die vielen Neos-Anträge für Zebrastreifen.

Auch die FPÖ stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit. "Ich wüsste nicht, wie man die Kreindlgasse noch sicherer gestalten könnte", so FPÖ-Chef Klemens Resch. Laut Bezirk werden die Döblinger Schulen nun noch einmal von verschiedenen Stellen auf ihre Verkehrssicherheit geprüft. Auf einen Konsens darf man also noch hoffen.

Neos-Klubobfrau Angelika Pipal-Leixner fordert sichere Schulwege für Kinder, wie hier auf der Krottenbachstraße.
Döblings Klubobfrau Angelika Pipal-Leixner

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