Regional
"Hut und Stiel" züchten Schwammerl am Donaustädter Bauernhof
- Viktoria Pichler und Manuel Bornbaum führen die Donaustädter Pilzzucht "Hut und Stiel".
- Foto: Luise Schmid/MeinBezirk
- hochgeladen von Luise Schmid
Der Betrieb "Hut und Stiel" züchtet Schwammerl aus dem Sackerl direkt am Donaustädter Bauernhof. Gestartet hat alles mit einem Uni-Projekt.
WIEN/DONAUSTADT. Pilze direkt aus dem Sackerl sprießend – regional, nachhaltig und gesund. Wie das geht, zeigt "Hut und Stiel" in der Donaustadt. Denn anders als man sich vorstellen könnte, wachsen die Pilze nicht direkt aus dem Waldboden, sondern in Räumen auf der "Kleinen Stadt Farm" am Naufahrtweg 14a. Vorbei an Farmcafé, Werkräumen und Pferden erblickt man die etwas verwachsene "Hut und Stiel"-Schrift auf einer Containerwand. Und drinnen findet man Regale voller wachsender Kräuterseitlinge.
Die Anfänge des Projekts machte 2013 eine Seminararbeit an der Uni, bei der "Hut und Stiel"-Gründer Manuel Bornbaum herausfand, dass Speisepilze nicht viel Platz zum Wachsen benötigen – also perfekt für die Stadt. Bornbaum und zwei Uni-Kollegen starteten, Kaffeesatz von Cafés einzusammeln. Dieser eignet sich nämlich perfekt für die Zucht von Austernpilzen. "Die Idee war immer, wir suchen die Restaurants, die unsere Pilze kaufen und von denen nehmen wir dann den Kaffeesatz mit", sagt Bornbaum, der Hut und Stiel gemeinsam mit Viktoria Pichler führt.
Neues Substrat
Seit circa zwei Jahren wird aber ein anderes Substrat genutzt. "Mit der steigenden Nachfrage hat es sich für uns besser ergeben, dass wir das Substrat jetzt zukaufen", sagt Pichler. Das sei einerseits für mehr Pilzarten geeignet und andererseits kann man die Hygienestandards besser kontrollieren. Gezüchtet werden die Sorten Kräuterseitlinge, Austernpilze, Shitake und Igelstachelbart – übrigens aus Platzgründen auch in Klosterneuburg.
- Denn anders als man sich vorstellen könnte, wachsen die Pilze nicht direkt aus dem Waldboden, sondern in Räumen auf der Kleinen Stadt Farm am Naufahrtweg 14a.
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Die Schwammerl werden in verschiedenen Geschäften an die Menschen gebracht. Pichler führt aus: "Die Pilze, die im Supermarkt nicht verkauft werden, werden zurückgeholt und nach einer Qualitätskontrolle zur Weiterverarbeitung gebracht." Die kann man in Form von Würstel, Aufstrich oder Pesto im Onlineshop kaufen. Auch Sets für die eigene Pilzzucht kann man dort kaufen.
Die Produkte von "Hut und Stiel" findet man online unter www.hutundstiel.at.
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